Biker-Hasser
Kantonspolizei entwarnt: Im Aargau gibt es keine Biker-Hasser

Gemäss einem Medienbericht gehen in Schöftland Biker-Hasser um. Sie sollen auf den Routen Schnüre spannen, um die Biker zu verletzen. Die Polizei und die lokalen Biker-Treffs wissen aber von nichts.

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Auch Sport im Schneetreiben kann schön sein: Ein Biker ist in der Fricktaler Gemeinde Herznach unterwegs.Silvan Hartmann

Auch Sport im Schneetreiben kann schön sein: Ein Biker ist in der Fricktaler Gemeinde Herznach unterwegs.Silvan Hartmann

Silvan Hartmann

Ein Bericht in der Zeitung «Blick» von Montag deckte auf, dass in Bern der Hass auf die Mountainbiker so gross ist, dass Unbekannte Schnüre auf Augen- oder Halshöhe spannen, um vorbeifahrende Biker zu verletzten und so zu bestrafen.

Diese beunruhigende Praktik soll gemäss eines Blick-Lesers auch bei Schöftland vorgekommen sein. Unter einem Artikel schreibt er: «Mich hat es auch schon erwischt. In der Region Schöftland/AG ‹Wannehof› gibt es auch so einen Idioten. Dünne Schnur auf Halshöhe. Der schreckt auch nicht davor zurück, Glasscherben und Nagelbretter auszulegen».

Polizei und Bikerclubs entwarnen

Roland Pfister von der Kantonspolizei Aargau entwarnt: «Ich habe in meiner ganzen Polizeilaufbahn noch nie von solchen Vorkommnissen gehört, sonst hätten wir längst eine Warnung herausgegeben.» Gemäss Pfister wissen auch die Regionalpolizeien in Schöftland von nichts. Demnach existieren weder Berichte noch Anzeigen.

Auch die Gemeinden und die Biker-Treffs haben keine Kenntnis von solchen Fällen. Ein Mitglied eines örtlichen Biker-Treffs schreibt der Aargauer Zeitung: «Ich fahre regelmässig den Trail vom Böhler nach Schöftland, derart gefährliche Fallen sind mir noch nicht begegnet.» Jedoch komme es regelässig vor, dass grössere Äste bis kleinere Bäume absichtlich in den Weg gelegt würden.

Von Schnüren, Scherben oder gar Nagelbrettern weiss man in der Szene nichts. (kgh)