Menziken

Kampfhunde zerfleischten herziges Hündchen – der Besitzer ist bekannt

Totgebissen: Kleiner Hund stirbt nach Pitbull-Attacke

Totgebissen: Kleiner Hund stirbt nach Pitbull-Attacke

Das Ehepaar Arnold aus Menziken hat ein kleines Familienmitglied verloren. Ihre Hündin Mila starb nach einem Pitbull-Angriff. Die Halter sind schwer betroffen vom Verlust des treuen Wegbegleiters.

Mila wurde in Menziken von zwei Pitbull-Terriern getötet. Ihre Besitzer fordern die Einschläferung der Hunde.

Eine weisse Tafel geschmückt mit einer silbernen Lamettagirlande steht an einem Feldrand in Menziken. Das Foto zeigt eine kleine schwarze Hündin, der Text darauf ist erschütternd: «Do esch öisi liebschti Mila am 4.12.2019 of brutalschti Art ond Wies vo 2 Pitbulls agreffe ond regelrächt zerfleischt worde.»

Den Angriff überlebte die Hündin nicht. «Leider send eri Verletzige so schwär gsi, dass sie am 6.12.19 gstorbe esch.»

Agnes Arnold, Besitzerin von Hündin Mila, erzählte im «Wynentaler Blatt» über das schreckliche Ereignis, welches sich anfangs Dezember an der Brunnenrainstrasse in Menziken zugetragen hatte.

Hunde griffen Halter und Mila von hinten an

Ihr Mann Toni Arnold war mit der 9-jährigen Hündin auf einem Spaziergang. Mila, die der Rasse der Bewer-Malteser angehörte, führte er dabei an der Leine. Ohne Leine und ohne Besitzer waren die beiden Pitbull-Terrier unterwegs. Sie erreichten Toni Arnold und seine Hündin aus dem Hinterhalt.

Toni Arnold versuchte noch, seine kleine Hündin vor dem Angriff der Hunde zu retten, wie er gegenüber Tele M1 sagte. «Sie sind von hinten gekommen und haben Mila angefallen, ich bin dabei auch noch umgefallen und versuchte, Mila aus der Schnauze des Hundes zu ziehen.»

«Das Herz heilt nicht, oder nur spärlich»

Dabei zog sich Toni Arnold selbst bis zu 50 Bissspuren zu. Nach der Attacke fuhr das Ehepaar mit der Hündin in den Spital, dort wurde sie notoperiert. Trotz der schnellen Hilfe verstarb die 9-jährige Mila zwei Tage später an ihren Verletzungen und liess Toni Arnold und seine Frau untröstlich zurück.

Auch Toni Arnold musste sich nach der Beiss-Attacke der beiden Pitbull-Terrier im Spital behandeln lassen. «Die Verletzungen heilen wieder, aber das Herz nicht, oder nur spärlich.»

Der Halter der beiden Hunde ist zwischenzeitlich bekannt. Das Ehepaar Arnold hat bei der Kantonspolizei Anzeige gegen ihn erstattet. Toni Arnold fordert gegenüber Tele M1 die Einschläferungen der beiden Pitbull-Terrier.

«Ein Hund, der einmal beisst, tut dies wieder», sagte er. Toni und Agnes Arnold haben Mila kremieren lassen und ihr in der Stube eine Gedenkecke eingerichtet, damit sie immer in ihrer Nähe ist.

«So etwas Schreckliches darf nicht passieren»

Die tödliche Attacke schockiert auch viele der Anwohner im Quartier. «So etwas Schreckliches darf nicht passieren», äusserte sich eine direkte Anwohnerin. Sie hoffe, dass der Besitzer der beiden Pitbull-Terrier zur Rechenschaft gezogen werde.

«Meiner Meinung nach sollte es verboten sein, solche gefährlichen Hunde zu halten», so die Anwohnerin. Man dürfe aber nicht den Hunden die Schuld für die schreckliche Tat geben, sondern müsse den Halter zur Rechenschaft ziehen, der sie falsch erzogen habe.

Diese Meinung teilt eine Hundehalterin, die täglich mit ihrem 13-jährigen Rüden ihre Runde im Quartier dreht: «Das Problem ist immer die Person hinter der Leine, dort muss der Fehler passiert sein.»

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