Theaterblut voller Leidenschaft pulsiert merklich in den Adern des kompletten Teams. Regisseurin Ruth Hunziker hält Fäden und Skript fest in den Händen, gibt Tipps und korrigiert, wenn der richtige Text nicht über die Lippen kommen will. An den Feinheiten wird intensiv gearbeitet. Die Kostüme bleiben an diesem Tag aber noch im Schrank.

Der Dreiakter dreht sich um den Nachtclub Funny Bunny. Dieser ist vorübergehend geschlossen, so steht es zumindest an der Eingangstür. Zwei Einbrecher wollen sich nach einem Juwelenraub darin verschanzen. Die Besitzerin des Nachtclubs vernimmt zuerst Geräusche und entdeckt dann die Gauner. Sie gewährt ihnen aber «Asyl». Kaum haben sich die Räuber in die Zimmer der Tänzerinnen zurückgezogen, taucht die Polizei auf und stürmt den Nachtclub. Der Polizeikommissar und sein Adjutant sind den Tätern dicht auf der Spur. Es stellt sich heraus, dass die beiden Gauner in einer Unternehmervilla den Tresor aufgebrochen und eine Geldkassette mit Diamanten im Wert von zwei Millionen Franken gestohlen haben.

Für die Ergreifung der Tresorknacker und das Auffinden des Diebesgutes hat der Bestohlene eine nicht unerhebliche Belohnung ausgesetzt. Die Versuchung ist für so manche Person gross, sich diese zu holen: Sowohl die mietzinsrückständige Geschäftsführerin des Nachtclubs und die Tänzerinnen als auch ein undurchsichtiger Juwelenhändler mit einschlägiger Vergangenheit haben allen Grund, die Diebe zu verraten. Auch der Polizeikommissar und sein Korporal geraten in Verlockung. Doch die Juwelen bleiben verschwunden – zumindest vorerst.

Werden die Klunker verkauft oder die Diebe dingfest gemacht? Oder zeigen die Einbrecher vielleicht gar Reue? Die Antwort dazu gibt es nur im Theater. Welche Rolle dabei die zwielichtige, vor dem Konkurs stehende Nachtclubbesitzerin spielt, die zu einem der Einbrecher unverhohlen eine Zuneigung hegt, ist dabei eine ganz andere Sache. Man darf gespannt sein, wie der Kriminalfall endet. (aw)