Ruedertal
Jugendraum Rued will mit Website wieder mehr Jugendliche anlocken

Lange war der Jugendtreffpunkt in Schmiedrued ein voller Erfolg, inzwischen hat sich die Besucherzahl halbiert. Geht es so weiter, kann der Jugendraum nicht mehr jede Woche öffnen.

Josua Bieler
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Der Jugendraum befindet sich im Untergeschoss des Schulhauses in Schmiedrued, daneben Bernhard Imboden, Präsident der Jugendkommission Rued

Der Jugendraum befindet sich im Untergeschoss des Schulhauses in Schmiedrued, daneben Bernhard Imboden, Präsident der Jugendkommission Rued

AZ

Jeden Freitagabend treffen sich Jugendliche aus dem Ruedertal im Untergeschoss des Schulhauses in Schmiedrued-Walde. Dort stehen ihnen in einem Raum diverse Attraktionen wie Billard- oder Tischtennistische oder ein Töggelikasten zur Verfügung, dazu können Snacks und Getränke günstig gekauft werden. «Mit diesem Angebot sind die Jugendlichen zufrieden», sagt Bernhard Imboden, Präsident der Jugendkommission Rued. Sie würden gerne einen gemütlichen Abend verbringen, etwas Musik hören, chillen, wie es in der Jugendsprache heisse.

Eröffnung vor fünf Jahren

Jetzt macht der Jugendraum mit einer modern gestalteten Website (www.jugendraum-rued.ch) auf sich aufmerksam. Imboden: «Die neue Homepage ist eine zweite Informationsquelle neben Facebook.» Darauf finden die Jugendlichen alles, was sie zum Jugendraum und dessen Team wissen müssen. Ein anderer Grund für die Aufschaltung sei die Information an die Eltern. «Auch sie sollen wissen, wer wir sind und wo sich ihre Kinder aufhalten», so Imboden. Eine wichtige Information sei beispielsweise, dass im Jugendraum Alkoholverbot herrsche. Es sei besser, wenn die Eltern darüber Bescheid wüssten.

Der Jugendraum wurde vor knapp fünf Jahren eröffnet. «Die Jugendlichen wünschten sich einen Ort, wo sie sich regelmässig treffen können», blickt Imboden zurück. Nach der Eröffnung im Herbst 2008 trafen sich Jugendliche aus Schmiedrued jeden zweiten Freitagabend im Untergeschoss des Schulhauses in Schmiedrued-Walde.

Der Besucheraufmarsch wurde grösser, auch Jugendliche aus dem Nachbardorf Schlossrued schlenderten schon bald zum Schmiedrueder Schulhaus. «Wir hatten zwischenzeitlich über 40 Besucher pro Abend», sagt Bernhard Imboden. Deshalb wurde der Jugendraum nicht mehr nur alle 14 Tage, sondern jede Woche geöffnet.

Heute überlegt sich die Jugendkommission, ob sie den Jugendraum wieder nur alle zwei Wochen öffnen soll. Denn die Besucherzahl ist um die Hälfte auf etwa 10-20 Jugendliche pro Woche geschrumpft. Momentan würden aber Aufwand und Ertrag noch übereinstimmen.

Dass weniger Jugendliche das Angebot nutzen, sei eine logische Konsequenz der Entwicklung im Dorf, sagt Imboden. «Es wohnen weniger Jugendliche im Ruedertal und die Älteren gehen wohl öfters nach Schöftland in den Ausgang.» Die Jugendkommission hofft, dass mit der neuen, bunt gestalteten Website der Jugendraum Rued wieder bekannter wird.

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