Ruedertal
Jugend und Vereine feierten die Vielfalt des Ruedertales

Schmiedrued war Austragungsort des diesjährigen Jugendfestes im Ruedertal. Der Umzug mit viel Lokalbezug überzeugte durch Originalität. Und trotz Regen – nicht stark, aber ständig – schien am Umzug das halbe Dorf auf den Beinen zu sein.

Peter Weingartner
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In eine bunte Märchenwelt entführten diese Kinder.

In eine bunte Märchenwelt entführten diese Kinder.

Schönstes Wetter am Freitagnachmittag in Schmiedrued-Walde. Jugendfest-OK-Präsidentin Margrit Welbers und der Schlossrueder Schulleiter Kuno Matter aber kannten die Wetteraussichten: Der Umzug vom Samstag könnte feucht werden. Und er wurde feucht, aber durchgeführt.

«Eis Tal – eis Fescht» – dem diesjährigen Jugendfest-Motto lebten die Klassen nach, die sich mit originellen Ständen ihrer Heimat annahmen. Gut, Büchsen schiessen ist nicht gerade die erste Ruedertaler Sportart.

Wenn dazu aber Trachten und Bauernkleider am Stand hängen und die Jugendlichen Techno-Musik verbreiten, trägt das wohl dem Tal und seiner Jugend Rechnung.

Witzig gemacht war das Revival des Ruedertaler Skirennens. Da waren Koordination und Zusammenarbeit gefragt, um Stürze zu vermeiden. Genau das, was es braucht, um ein Jugendfest auf die Beine zu stellen.

Auch das Postautospiel hatte deutlichen Lokalbezug. Oder der Stand, wo Kinder weben konnten. Etwa 250 Schülerinnen und Schüler aus beiden Dörfern, vom Kindergarten bis zur Oberstufe, machten engagiert mit. Auch das Rahmenprogramm mit Discos und Gauklern gefiel.

Ruedertaler Bauern: "Aus der Region, für die Region".
10 Bilder
Die Kleinen üben sich im "Trockenskifahren". Gar nicht mal so einfach.
Weben war ein wichtiges Ruedertaler Gewerbe
Am Samstag 29.6.2013 fand der Umzug des Jugendfestes Ruedertal statt.
Die kleine Prinzessin strahlt.
Keine Langeweile dank verschiedenen Spielen und Aktivitäten.
Die Ruedertaler gehen auch in die Badi, wenns regnet.
Die Taucherbrille schützt vor dem Regen.
Die Wahrzeichen des Ruedertals.
Der Getränkelieferant der Turner und Bauern.

Ruedertaler Bauern: "Aus der Region, für die Region".

Peter Weingartner

Geschicklichkeitsspiele zogen die Kinder an, zumal es kleine Preise zu gewinnen gab. Etwas abseits vom Trubel konnten die Jüngeren mit Lebkuchen Hexenhäuschen bauen. «In meinem wohnt ein Gummibärchen», sagte Michaela.

Trotzdem wollte sie im Zelt, wo die Lehrerinnen Märchen nach Wunsch erzählten, das Märchen von Hänsel und Gretel hören. Der Bezug zum Tal: der Märchenweg.

Neben den Schulklassen bot auch die Jungschar attraktive Spiele plus Zuckerwatte an, und bei der Jugendfeuerwehr lockte die Kletterwand.

Trotz Regen – nicht stark, aber ständig – schien am samstäglichen Umzug das halbe Dorf auf den Beinen zu sein. Die lokalen Sujets gefielen auch hier: Ruedertaler Sagen, die Badi, das Schloss.

Gute Miene zum feuchten Spiel machten die Kinder auf dem Badiwagen; die Farben kamen schön zur Geltung. Auch die Vereine machten mit, ja sogar der Gemeinderat gab sich die Ehre.

Und was hatte der Oldtimer zu bedeuten? Ein Hochzeitspaar aus Muhen auf dem Weg zum Schloss Heidegg war in den Umzug des Jugendfestes geraten. Wenn das kein gutes Omen ist!