Unihockey
Jim Knopf, Lukas und die anderen Lokführer - der Reinacher Nachwuchs lebt

Seit 27 Jahren wird im Wynental wettkampfmässig Unihockey gespielt, vor 22 Jahren meldeten die Reinacher erstmals ein Nachwuchsteam. Seither hat der Boom nur leicht nachgelassen, national wie regional. Heute sind 120 Spieler im Nachwuchsalter.

Ruedi Burkart
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Mit Pokalen und speziellen Shirts posieren die Reinacher C-Junioren
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Blaue Haare, blaue Augen
Die Freude über den Gruppensieg bei den C-Junioren
Antreten zum Spiel! Artig salutiert Dario dem Fotografen
Die C-Junioren von Lok Reinach durften ihre Pokale entgegen nehmen.

Mit Pokalen und speziellen Shirts posieren die Reinacher C-Junioren

Ruedi Burkart

Am Samstagabend um sechs Uhr war es endlich so weit. Das Warten hatte ein Ende. Unter grossem Jubel der Zuschauer auf der Tribüne oben durften die Reinacher
C-Junioren auf dem Feld unten aus den Händen von Vereinspräsident Riccardo Belluz ihre verdienten Pokale in Empfang nehmen.

Angeführt von Captain Jonas Wiederkehr und eingekleidet in nagelneue Gruppensieger-Shirts starteten die Nachwuchs-Unihockeyanerinnen und -Unihockeyaner sogleich zur Ehrenrunde. 18 Partien absolvierten die Wynentaler in der zu Ende gegangenen Saison. 17-mal verliessen sie als Sieger das Feld, nur im allerersten Spiel der Meisterschaft mussten sie sich mit einem spektakulären 10:10-Remis gegen Inwil-Baar begnügen.

Nicht nörgeln, sondern anpacken

Belluz wird an der Generalversammlung im kommenden Juni in sein drittes Amtsjahr an der Spitze von Lok Reinach gehen. «Als damals ein Präsident gesucht wurde, sagte ich mir, man kann nicht immer nur nörgeln – man muss auch selbst etwas beitragen.» Und so stellte er sich zur Wahl und steht seitdem einem stolzen Verein mit 170 Mitgliedern vor. Diese Zahl pendelte sich in den letzten Jahren ein, nachdem der Verein Ende der 90er-Jahre stark gewachsen war.

Die Saison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, die Arbeit wird für die Personen hinten den Kulissen aber nicht weniger – im Gegenteil. «Wir benötigen noch drei Trainer für Nachwuchs-Teams», so Sportchef Jan Rickenbach. Beim 1.-Liga-Fanionteam herrscht auf dem Trainerposten allerdings Kontinuität, der bisherige Staff mit Coach Magnus Hedlund und dessen Assistent Roman Galli bleibt Reinach erhalten und wird nächste Saison einen weiteren Anlauf für die Rückkehr in die Nationalliga B nehmen.

Verein stösst an seine Grenzen

Seit 27 Jahren wird im Wynental wettkampfmässig Unihockey gespielt, vor 22 Jahren meldeten die Reinacher erstmals ein Nachwuchsteam. Seither hat der Boom im Unihockey nur leicht nachgelassen, national wie regional. Das registrierten auch die Verantwortlichen in Reinach, wo momentan 120 Spielerinnen und Spieler im Nachwuchsalter aktiv sind.

Weil viele Juniorenteams auf dem Grossfeld spielen – also für Training und Meisterschaft eine Dreifachturnhalle brauchen – stösst der Verein immer wieder an Grenzen. «Die Hallensituation ist besser als auch schon, aber immer noch nicht ideal», so Sportchef Jan Rickenbach. In Zahlen ausgedrückt: Jährlich wendet der Verein allein rund 8000 Franken dafür auf, um in Aarau geeignete Hallen zu mieten.

Handball vom vierten Platz verdrängt

Zurück zu den C-Junioren. Vorbei ist die Saison für das Trainerduo Markus Moser/Remo Döbeli und ihre Jungs und Mädchen übrigens noch nicht. Als Lohn für den Gruppensieg dürfen sie an die Endrunde der Schweizer Meisterschaft. Das Ziel dort? Man wolle möglichst gut spielen und noch einmal alles geben, so Moser. Man darf gespannt sein.

Vereine wie Lok Reinach liegen auch im Jahr 2014 voll im Trend. Obwohl der Schweizer Unihockey-Verband erst 1985 gegründet wurde – also vor noch nicht einmal 30 Jahren – hat Unihockey mit aktuell rund 30000 lizenzierten Spielerinnen und Spielern Handball als vierpopulärste Sportart abgelöst. Unangefochtene Nummer 1 ist und bleibt der Fussball (280000 Lizenzierte), gefolgt von Sportschiessen und Volleyball.

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