Bottenwil

Jetzt tropfts im Gemeindehaus endlich nicht mehr auf den Computer

Erstrahlt in neuem Glanz: Das frisch renovierte Gemeindehaus in Bottenwil. Ran

Erstrahlt in neuem Glanz: Das frisch renovierte Gemeindehaus in Bottenwil. Ran

Weil das Dach des Gemeindehauses in Bottenwil undicht war, musste es für 245000 Franken saniert werden. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen.

Das 1859 erbaute Gemeinde- und Schulhaus von Bottenwil ist in den letzten zweieinhalb Monaten für 245 000 Franken renoviert worden. Dies war dringend nötig, das Dach war undicht. «Die Lage war so prekär, dass es den Mitarbeitern der im obersten Geschoss eingemieteten Firma bei Regen zeitweise auf den Computer tropfte», sagt der für die Gemeindeliegenschaften zuständige Gemeinderat Silvan Bärtschi.

Provisorium war keine Option

Im letzten Jahr wurde festgestellt, dass das Dach an verschiedenen Stellen undicht war. Behelfsmässig konnte das Problem gelöst werden. «Doch schnell wurde klar, dass eine grössere Dachsanierung ins Auge gefasst werden musste», sagt Silvan Bärtschi weiter.

Expertisen haben ergeben, dass es sinnvoll ist, das ganze Dach abzudecken, das Unterdach zu erneuern und die Ziegel zu ersetzen. Da schon alleine die Kosten für das Baugerüst auf rund 20 000 Franken geschätzt wurden, kam der Gemeinderat zum Schluss, gleichzeitig auch die Fassade zu sanieren. Hier galt es verschiedene Maler-, Spengler- und Natursteinarbeiten zu erledigen.

«Unser Gemeindehaus ist ein wichtiges und markantes Gebäude und ein prägender Bestandteil des Dorfbildes Bottenwil», betont Silvan Bärtschi. «Wir können stolz sein auf dieses Gebäude, müssen aber auch Sorge dazu tragen.» Dieser Ansicht waren auch die Stimmberechtigten, die dem Kredit an der Sommergmeind vom 15. Juni diskussionslos zustimmten.

Mit 130 000 Franken schlugen die Kosten für die Bedachung (inkl. Unterdach) und die Dämmung am meisten zu Buche. Für die Natursteinarbeiten und die Malerarbeiten wurden jeweils 25 000 Franken budgetiert, für die Spenglerarbeiten 15 000 und für Bauleitung, Gebühren und Versicherung rund 10 000 Franken.

Ende November wurden das Baugerüst abgebaut und die Sanierung abgeschlossen. «So wie es bis jetzt aussieht, wird das Kostendach nicht überschritten», sagt Gemeinderat Silvan Bärtschi.

Erste Erweiterung 1900

Im Jahr 1859 bewilligte die Bevölkerung einen Kredit von 3500 Franken für den Bau des Gemeindehauses, wobei aus den vorhandenen Unterlagen nicht genau ersichtlich ist, ob es sich dabei um den Gesamt- oder nur einen Teilbetrag handelte. 1900 erfolgten dann eine erste Erweiterung und wohl auch eine Aufstockung.

In den 50er-Jahren wurde die Holzkonstruktion im Innern des Hauses herausgerissen und durch stabilere Betonelemente ersetzt. In den 70er-Jahren erfolgte die bisher letzte Erweiterung, bei der die Zivilschutzanlage und das Gemeinderatszimmer angebaut wurden. 2005 wurde die Oberstufe nach Zofingen verlegt, sodass im Gemeindehaus zwei «Untermieter» in Form eines Zahntechnikers und eines Internetdienstleisters einziehen konnten. (ran)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1