Schmiedrued-Walde

Jetzt ist es offiziell: Die Gemeinde kauft das Bankgebäude

Bald soll hier auch die Gemeindeverwaltung ansässig werden, und zwar im Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank, die im Dezember des letzten Jahres ihre Türen in Schmiedrued-Walde schloss.

Bald soll hier auch die Gemeindeverwaltung ansässig werden, und zwar im Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank, die im Dezember des letzten Jahres ihre Türen in Schmiedrued-Walde schloss.

Nach dem ungültigen Referendum ist der Entscheid der Gmeind zum Kauf des Bankgebäudes rechtskräftig. Mehr als 1,7 Millionen Franken soll dies die Gemeinde kosten.

Ein kleines Dorfzentrum soll in Walde entstehen. Hier befinden sich bereits die Schulanlagen sowie ein Dorfladen mit integrierter Poststelle. Bald soll hier auch die Gemeindeverwaltung ansässig werden, und zwar im Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank, die im Dezember des letzten Jahres ihre Türen in Schmiedrued-Walde schloss.

Der Gemeinderat hat sich nach einer Standortevaluation entschieden, das Gebäude zu kaufen. Rund 1,7 Millionen Franken soll dies die Gemeinde kosten, dazu kommen 60'000 Franken für die Erstellung eines Bauprojekts, rund 600'000 Franken braucht es nach einer ersten Schätzung für Umbauarbeiten und 90'000 bis 150'000 Franken für die Sanierung der drei Wohnungen, die sich ebenfalls im Gebäude befinden.

Im Juni dieses Jahres genehmigte die Gemeindeversammlung diesen Antrag. Er ist mittlerweile auch rechtskräftig. «Wir haben die Pflicht, diesen Gemeindeversammlungsbeschluss umzusetzen und das Bankgebäude zu kaufen», sagt Gemeindeammann Marliese Loosli.

Der Beschluss wurde rechtskräftig, weil das Referendum nicht gültig war. Werner Hunziker hatte dieses zwar fristgerecht eingereicht. Kurz darauf teilte die Gemeindeverwaltung aber mit, dass die Unterlagen in formeller und materieller Hinsicht Mängel aufweisen.

Einerseits fehlte auf den selbst gemachten Unterschriftenbogen der Hinweis auf die Strafbestimmungen, andererseits waren von den 249 eingereichten Unterschriften deren 48 ungültig. Für ein Referendum wären 219 gültige Unterschriften nötig gewesen.

Werner Hunziker, der Initiant des Referendums, akzeptierte dies. Er meinte aber, die 201 gültigen Unterschriften würden zeigen, dass rund ein Viertel der Einwohner von Schmiedrued Vorbehalte gegen das Projekt hätten. Er hoffe, die Behörde würde dies wahrnehmen und in der Planung berücksichtigen.

Tut sie das? Am Montagabend traf sich der Schmiedrueder Gemeinderat zur ersten Sitzung nach den Sommerferien und besprach das Thema «neue Gemeindeverwaltung». «Wir werden uns jetzt mit dem Planer, der bereits die Standortabklärung durchgeführt hat, treffen und das weitere Vorgehen besprechen», sagt Marliese Loosli. Sobald man konkret wisse, wie es weitergehe, werde man die Bevölkerung informieren.

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