Auch in diesem Winter geht die Feuerwehr im Dorf wieder auf Patrouille. Dies teilt der Gemeinderat mit. Das Modell hat sich laut Gemeindeammann Peter Stadler bewährt: «Jahr für Jahr hat dieses System funktioniert.» Man werde die Präventionspatrouillen weiterführen, weil entlang der Autobahn A1 nach wie vor Kriminaltouristen unterwegs seien.

Jeden Abend freiwillige Touren

In Hirschthal sollen die Einbrecher mit einem Sicherheitskonzept ergänzend zur Aktion «Crime Stop» der Kantonspolizei von ihrer Tat abgehalten werden. Angehörige der Feuerwehr führen dabei jeden Abend auf freiwilliger Basis Patrouillengänge in den Quartieren des Dorfes durch.

«Ziel ist, den Schutz der Bevölkerung vor potenziellen Dieben und Einbrechern in der dunklen Jahreszeit zu erhöhen und dadurch zur Lebensqualität in Hirschthal beizutragen», schreibt der Gemeinderat.

Ohne Waffe, aber zum Teil mit Hund

Die Mitglieder der Feuerwehr sind jeweils zu zweit auf Patrouille. Sie sind ausgerüstet mit Feuerwehrkombi, Funkgerät, Handy und Handlampe. Eine Waffe tragen sie nicht. Allenfalls sind sie mit einem Hund unterwegs, verfügen aber über keine Polizeigewalt. Der Auftrag der Feuerwehr beschränkt sich damit auf präventive Präsenz, Beobachtung und Meldung. «Wenn sie feststellen, dass etwas nicht gut ist, müssen sie die Polizei verständigen», sagt Peter Stadler.

Zahl der Einbrüche massiv gesunken

Die Präventionspatrouillen gibt es in Hirschthal bereits seit 15 Jahren. Grund dafür sei damals die Häufung der Einbrüche am Abend gewesen. Im Winterhalbjahr 1997/98 wurden zwischen November und Februar gar 12 Fälle registriert. Mit der Einführung der Patrouillen zeigte sich schnell der Erfolg: In Hirschthal gab es in 15 Jahren noch 3 Einbrüche.

Rund 20 bis 25 Freiwillige der Feuerwehr werden deshalb erneut von November bis Februar in Hirschthal wachsam unterwegs sein und Dämmerungseinbrecher abschrecken.