Burg

«Jahrhundertbauwerk»: 1,8 Millionen Franken für ein Reservoir

Nachdem die Gemeindeversammlung im November 2015 einen Projektierungskredit von 40 000 Franken abgesegnet hatte, hat die Gemeindeversammlung am 22. November über den Verpflichtungskredit für den Neubau des Reservoirs zu befinden.

Nachdem die Gemeindeversammlung im November 2015 einen Projektierungskredit von 40 000 Franken abgesegnet hatte, hat die Gemeindeversammlung am 22. November über den Verpflichtungskredit für den Neubau des Reservoirs zu befinden.

Die Burger Gemeindeversammlung hat am 22. November über drei Kredite, eine Gebührenerhöhung und das Budget zu befinden.

Das 90-jährige Wasserreservoir Berg der Gemeinde Burg weist bauliche und konzeptionelle Mängel auf, die dringend behoben werden müssen. Nachdem die Gemeindeversammlung im November 2015 einen Projektierungskredit von 40 000 Franken abgesegnet hatte, hat die Gemeindeversammlung am 22. November über den Verpflichtungskredit für den Neubau des Reservoirs zu befinden.

Das «Jahrhundertbauwerk» – die Lebensdauer soll 80 Jahre betragen – kostet die Burger 1,787 Millionen Franken. Der Variantenvergleich, der im Rahmen eines Vorprojekts gemacht wurde, spricht für den Neubau des Wasserreservoirs . Eine Renovation würde einen Neubau nicht verhindern, wie die Gemeinde in ihrer Botschaft schreibt. Dieser sei zwingend notwendig. Das Land, auf dem das bisherige stand und auch das geplante Reservoir stehen wird, gehört der Ortsbürgergemeinde Menziken. Spricht sich die Gmeind in rund zwei Wochen für den Neubau aus, wird die Ortsbürgergemeinde Menziken im Frühling 2019 den neuen Baurechtsvertrag absegnen müssen. Gebaut werden soll ab Sommer 2019.

Neubau auch dank Gebühren

Nicht nur, aber auch wegen des geplanten Neubaus sollen die Gebühren der Wasserversorgung erhöht werden. Die aktuelle Tarifstruktur besteht seit 2003. Pro Jahr fehlen der Gemeinde Burg rund 63 000 Franken, um den Werterhalt und die notwendigen Erneuerungen sicherzustellen. Wenn die Gebühren nicht angepasst werden, würde bis in 15 Jahren eine theoretische Verschuldung von 1,832 Millionen Franken resultieren.

Durch einen Neubau des Wasserreservoirs könnten zudem die Unterhaltskosten stark gesenkt werden. Aber: «Auch ohne Reservoirneubau kann keine ausgeglichene Rechnung erzielt werden», schreibt die Gemeinde. So wird dem Souverän beantragt, die Abonnementspreise von 18 Franken auf 24 Franken pro Kubikmeter zu erhöhen. Und auch die Verbrauchsgebühr inklusive Erneuerungsgebühr sollen um 75 Rappen auf 2.95 Franken pro Kubikmeter bezogene Wassermenge erhöht werden.

Zwei Kredite und das Budget

Die Gemeindeversammlung hat noch mehr Geld zu sprechen. So sollen das Mobiliar der Schule Burg für 85 000 Franken erneuert und für 410 000 Franken die Hinterfeldstrasse saniert werden.

Die Gemeinde Burg budgetiert trotz der geplanten Investitionen mit einem unveränderten Steuerfuss von 122 Prozent. Sie rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 384 400 Franken (Vorjahr 326 000 Franken).

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Autor

Melanie Eichenberger

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