Burg

Ist die Deponie Weid ein Sanierungsfall?

Das Burger Naturschutzgebiet Weid ist ein ehemaliger Ablagerungsstandort. Nun muss sein Zustand geklärt werden.

Das Burger Naturschutzgebiet Weid ist ein ehemaliger Ablagerungsstandort. Nun muss sein Zustand geklärt werden.

Ein Überwachungskonzept soll Klarheit im Bezug auf den Zustand der Deponie Weid bringen. Die Gmeind befindet über den Kredit dafür.

Am Weiher summt und zirpt es, grasgrüne Frösche quaken um die Wette. Ein idyllisches Bild. Doch der Schein trügt. Das Burger Naturschutzgebiet Weid ist ein ehemaliger Ablagerungsstandort. In den Jahren 1946 bis 1976 wurden hier rund 300 000 Kubikmeter Industrie- und Gewerbeabfälle, sowie Sperrgut, Kehricht, allgemeiner Bauschutt und pflanzliche Abfälle deponiert.

Schon vor Jahren haben Untersuchungen im naheliegenden Quellgebiet der Gemeinde Menziken Spuren des Lösungsmittels Trichlorethen zu Tage gefördert, die offensichtlich aus dem Untergrund der Deponie stammen. Die Menge war aber so klein, dass gemäss Amt für Verbraucherschutz bisher nie Handlungsbedarf bestand. Nun wird der Fall aber vom Kanton neu aufgerollt. Im Zusammenhang mit der neuen Altlastenverordnung will die Abteilung für Umwelt, dass der Spurenfund weiter verfolgt und der Zustand des Ablagerungsstandorts definitiv abgeklärt wird. Die Frage ist: Reicht es, wenn die Deponie Weid weiter überwacht wird oder ist sie ein Sanierungsfall? «Letzteres hoffen wir natürlich nicht», sagt Viktor Würgler, Gemeindeschreiber von Burg. Denn dann würden weitreichende Konsequenzen auf die Gemeinde zukommen. An der Gemeindeversammlung vom kommenden Donnerstag beantragt der Gemeinderat nun einen Kredit von 25 000 Franken für die Erstellung eines Überwachungskonzepts. Der Auftrag würde der Firma Porta AG, Brugg erteilt.

Betroffen sind zwei Grundstücke im Grenzgebiet zwischen Burg und Menziken. Beide gehören der Ortsbürgergemeinde Burg. «Die Ablagerung erfolgte unter Aufsicht und Federführung der Gemeinde Burg», sagt Würgler. Diese sei deshalb jetzt auch zuständig für die weiteren Abklärungen. 1992 wurde die Grube mit sauberem Aushub aufgefüllt und renaturiert.

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