Noseland
Internationale Landart-Ausstellung auf Noseland eröffnet

Im Ruedertal pfeifen es jetzt sogar die Meisen aus dem Wald: Auf Noseland kann man etwas erleben! So wieder am letzten Sonntag zur Vernissage von insgesamt 15 Künstlern, die sich rund um die Welt mit dem Thema der Bataphysik beschäftigten.

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Tizian Baldinger erhält den 2. Noseländischen Kulturpreis.

Tizian Baldinger erhält den 2. Noseländischen Kulturpreis.

Die Künstler konstruieren Werke in Form einer Satellitenempfangsanlage. Zur Vernissage bei beissender Kälte traf sich eine unverdrossene Schar Kunstinteressierter.

Inmitten von Noseland steht jetzt eine Hütte als Zentrale der Anlage, von wo aus Wege in Sternform angelegt zu den einzelnen Kunstwerken verweisen. Der Kunstliebhaber streunt so durch das Märchenland und entdeckt immer wieder neue Auseinandersetzungsarten zum Thema. Die Hütte ist ein Werk von Klaus Büsen, der dieses im Sommer 2009 in Berlin als autarkes, interaktives Kunstwerk betrieben hatte. Niklaus Lenherr aus Luzern, selber Ausstellender, gelang es in der Vernissageansprache, jedem Werk seine individuelle Note zu entlocken und den Betrachtern die nötigen gedanklichen und philosophischen Hintergründe mit auf den Weg zu geben. Claudia Waldner überraschte dann mit einer Performance, in der sie im Bärenkostüm aus dem Wald kommt und zu «bata bata» von Miriam Makeba tanzt, schliesslich dem Publikum zu Aufwärmübungen verhilft und sogar mit den Ameisen der noseländischen Wiese Kontakt aufnimmt.

Ehe es den verdienten Glühwein gab, wurden die Kunstauszeichnungen verliehen: Der Kunstraum Aarau erhielt das Kulturprozent im Wert von 100 Franken und Tizian Baldinger wurde geehrt für sein Werk und die Schaffung des Grossraumateliers «Bleifrei». Wer sich dann auf den Weg machte, konnte die «Bubble Flag» des in der Gegend nicht unbekannten Ernst Dätwyler entdecken oder sich in den flauschigen Raum der «Batanaturerscheinungen» von Christian Balke aus Zofingen verlieren. Wer es lieber süss mag, bleibt vielleicht an der Torte von Nurit Schaller aus Wien stehen, und wer sich erschrecken möchte, sucht Pedro Kriskos «Zwischenraumgespenst» auf. (az)

Die Ausstellung dauert noch bis zur Finissage am 9. Januar 2011. Eintritt frei.

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