Konkurs

Injecta: Die letzte Hoffnung stirbt

Die letzte Hoffnung ist gestorben: Injecta in Teufenthal schliesst definititv ihre Tore.

Euro-Tief gab Injecta den Rest

Die letzte Hoffnung ist gestorben: Injecta in Teufenthal schliesst definititv ihre Tore.

Der grösste Arbeitgeber im Wynental entlässt bis Ende März sämtliche 110 Mitarbeiter. Drei Investoren, die Injecta noch an der Angel hatte, wollen die Firma nicht übernehmen.

Es war ein kleiner Hoffnungsschimmer, als im September bekannt wurde, dass es potenzielle Investoren für die Injecta gibt. Nun ist auch diese letzte Hoffnung verflogen. Verwaltungsratspräsident Karl Weber bestätigt auf Anfrage von Schweizer Radio DRS, dass keiner der Investoren die Aluminium- und Zinkguss-Herstellerin übernehmen will. Die Finanzinvestoren hätten erkannt, dass es nichts zu holen gebe, meint Weber.

Für die Interessenten aus der Industrie sei der Standort ausschlaggebend gewesen. Eine deutsche Firma könne in Tschechien billiger produzieren als in der Schweiz, begründet der Verwaltungsratspräsident der Injecta.

Niedergang in Raten

Die 110 Mitarbeiter wurden letzte Woche über die definitive Schliessung informiert. Einige werden voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen die Kündigung erhalten. Zwar werden bis Ende März die letzten Kundenaufträge abgearbeitet. Die Giesserei wird allerdings schon früher geschlossen.

Der Niedergang der Injecta kommt nicht auf einen Schlag. In den 90er-Jahren beschäftigte das Unternehmen, das bis 2004 zur Alu-Menziken-Gruppe gehörte, noch mehr als 600 Personen. In mehreren Schritten wurden dann Stellen abgebaut. Nach der jüngsten Wirtschaftskrise hatte sich Injecta insbesondere wegen des schwachen Euros nicht mehr erholt.

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