Dürrenäsch
InfraRegio AG fungiert jetzt als Dienstleister für die Gemeinden

Mit der Gründung der Netzbetreibergesellschaft InfraRegio AG bekommt Dürrenäsch einen neuen Versorger. Weitere Gemeinden können folgen.

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Gründung der InfraRegio AG mit hinten von links Stefan Fischer (Gemeinderat Dürrenäsch), Gian von Planta (Geschäftsführer InfraRegio AG), Susanne Remund (Gemeindeschreiberin Dürrenäsch), Jürg Link (Inhaber lila system GmbH); vorne von links Andrea Kuzma (Gemeindeammann Dürrenäsch), Markus Blättler (Geschäftsführer SWL Energie AG). zvg

Gründung der InfraRegio AG mit hinten von links Stefan Fischer (Gemeinderat Dürrenäsch), Gian von Planta (Geschäftsführer InfraRegio AG), Susanne Remund (Gemeindeschreiberin Dürrenäsch), Jürg Link (Inhaber lila system GmbH); vorne von links Andrea Kuzma (Gemeindeammann Dürrenäsch), Markus Blättler (Geschäftsführer SWL Energie AG). zvg

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Seit dieser Woche gibt es im Kanton Aargau eine neue Netzbetreibergesellschaft. Mit der Gründung der InfraRegio AG tätigen die Energie- und Wasserversorger «einen wichtigen Schritt für die Gemeinden in der Region Lenzburg und dem Seetal», wie die neue AG in einer Mitteilung schreibt.

Am Termin beim Notar, an dem Vertreter der Gemeinde Dürrenäsch, der Inhaber der lila system GmbH und Vertreter der SWL Energie AG anwesend waren, wurde die Aktiengesellschaft InfraRegio AG offiziell gegründet. Sitz der Firma ist in Lenzburg.

Der Verwaltungsrat der InfraRegio AG besteht aus den folgenden drei Mitgliedern: Jürg Link, Inhaber lila system GmbH, Präsident; Stefan Fischer, Gemeinderat Dürrenäsch und Markus Blättler, Geschäftsführer der SWL Energie AG. Die Geschäftsführung übernimmt Gian von Planta, Leiter Anlagen und Netze der SWL Energie AG.

Die InfraRegio AG hat es sich zum Ziel gesetzt, als regionale Betreibergesellschaft die Gemeinden zu entlasten. Sie übernimmt kosteneffizient und flexibel Dienstleistungen und fördert so die Synergien in der Region. Dabei steht der genossenschaftliche Gedanke ganz klar im Vordergrund, die Firma agiert nicht gewinnorientiert. Interessierte Gemeinden brauchen ihre Strom- oder Wassernetze nicht zu verkaufen, sondern lagern lediglich die Betriebs- und Instandhaltungsarbeiten an die InfraRegio AG aus.

Diese übernimmt auch weitere Dienstleistungen rund um das Netzgeschäft, beispielsweise den ganzen Prozess von der Zählerablesung bis hin zur Debitorenbuchhaltung. Auch die ElCom-Abrechnung (Kostenrechnung für die Tarife) und weitere administrative Aufgaben können von den Gemeinden an die InfraRegio AG ausgelagert werden. Weitere Gemeinden und Werke können sich zu gleichen Teilen an der Firma beteiligen.

Ende einer Ära

Mit dem Beitritt zur InfraRegio AG geht in Dürrenäsch eine Ära zu Ende. Erich Kern vom Ingenieurbüro Kern in Spreitenbach war seit 1962, also über ein halbes Jahrhundert für das Elektrizitätswerk Dürrenäsch (EWD) tätig. Stefan Keller, ebenfalls vom Ingenieurbüro Kern, und Anlagenwart Rolf Gloor haben sich ebenfalls über Jahrzehnte «für die Belange des EWD» eingesetzt, wie der Gemeinderat schreibt. (tf)