2018 waren in der Schweiz 4,6 Millionen Autos immatrikuliert. Betrachtet man den Motorisierungsgrad, so kamen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich 543 Personenwagen. In Prozent ausgedrückt entspricht das einem gesamtschweizerischen Motorisierungsgrad von 54,3 Prozent. Zu beachten ist, dass erhebliche regionale Unterschiede bestehen. Insbesondere in den städtischen Ballungsräumen mit ihrem dicht geknüpften öV-Netz ist der Motorisierungsgrad wesentlich tiefer als im schweizerischen Durchschnitt.

Der Kanton Aargau liegt mit 58,9 Prozent etwas über dem Durchschnitt. Mit 63,56 Prozent hat der Bezirk Kulm den höchsten Motorisierungsgrad im Kanton Aargau. Der tiefste Motorisierungsgrad verzeichnet der Bezirk Aarau (53,76 Prozent), Lenzburg reiht sich in der oberen Hälfte ein (62,79 Prozent).

Einen Blick auf die Gemeinden zeigt, dass Meisterschwanden mit 75,94 Prozent die am stärksten motorisierte Gemeinde in der Region Aarau West ist. Der zweite und dritte Platz gehen an Birrwil (74,66 Prozent) und Dürrenäsch (73,31 Prozent). Die Tendenz, dass städtische Ballungszentren schwächer motorisiert sind, zeigt sich auch bei uns: Suhr hat einen Motorisierungsgrad von 47,23 Prozent; 28,71 Prozentpunkte weniger als Meisterschwanden. Aarau und Buchs liegen knapp hinter Suhr.

Gesamtschweizerisch ist der Motorisierungsgrad seit 2015 praktisch stagniert. Im Aargau stagniert er seit dem Jahr 2016 bei knapp 58,8 Prozent (2018: 58,79). Von dieser Tendenz extrem abgewichen sind: Leimbach, Holziken, Schmiedrued und Teufenthal. Leimbach hat in den letzten drei Jahren mit 11,21 Prozentpunkten am meisten zugelegt. Brunegg, Lenzburg und Suhr konnten unter anderem eine Abnahme verzeichnen.