Kreatives, liebevoll Gestaltetes und Handgenähtes gab es am Koffermarkt zu kaufen: Schmuck, Babykleider, Deko-Artikel, Fotokarten, Broschen, Seifen, Windeltaschen, Kirschkernkissen und Kleiderbügel wurde angeboten.

Wer am Markt nicht nur Geld, sondern auch Sorgen loswerden wollte, wurde bei den handgenähten Sorgenfresserli fündig. So vielfältig die Produktpalette war, eines hatten sie gemeinsam: Alles wurden in einem Koffer zum Verkauf angeboten, der als Ladentisch fungierte. Diese Auflage inspirierte, stellte aber auch vor Herausforderungen: Verkäuferin Maria Jäggi (52) aus Küttigen verriet, dass sie ihren Koffer über die Online-Plattform Ricardo ersteigert habe, da sie nicht im Besitz eines passenden «Ladentisches» war.

«Ich hatte Angst, dass niemand kommen würde und ich von Haustüre zu Haustüre gehen müsste, um die Leute von Kölliken einzuladen.», verriet Organisatorin Christine Rohrer vom Verein «glanz-werk». Ihre Sorge erwies sich als unbegründet. Bereits dreissig Minuten nach Türöffnung war die Mehrzweckhalle so gut gefüllt, dass ein Durchkommen kaum mehr möglich war. Worauf ein Besucher ausrief: «Krass, die Lüüt!»

Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt. In der Cafeteria konnte man sich für die nächste Einkaufsrunde stärken. Mütter mit kleinen Kindern stand ein Kinderhort zur Verfügung, damit sie ungestört einkaufen konnten.

Nebst dem Betreuungsangebot gab es für die Kleinen zusätzlich ein Kinderschminken und Kinderbasteln. Den Ausstellern bot der Koffermarkt eine ideale Plattform für ihre Produkte. Die allermeisten haben nämlich kein eigenes Geschäft, wie Organisatorin Christine Rohrer erklärte. Sie pflegten ihr kreatives Schaffen als Hobby und würden ihre Ware übers Internet oder im Bekanntenkreis verkaufen.