Schöftland

In ihrer filigranen Welt zeigen die «Isebähnler» auch gerne Humor

Mitglied Kurt Mühlheim legt inmitten der filigranen Bahnwelt Hand an. Die Landschaft wird mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Mitglied Kurt Mühlheim legt inmitten der filigranen Bahnwelt Hand an. Die Landschaft wird mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

450 Meter Gleise sind in der Anlage des Vereins Modellbahn Suhrental verlegt, rund 120 Weichen sind zu stellen. So können 27 Züge auf 6 unabhängigen Strecken in der filigran gebauten Landschaft verkehren. Nun feiert der Verein am 5. November sein 10-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Andi Nett reinigt die Geleise. Vereinspräsident David Müller diskutiert in der noch nicht überbauten Ecke des Lokals mit drei Vereinsmitgliedern. Der Verein Modellbahn Suhrental macht sich für das Jubiläum am 5. November bereit.

Sechs Männer – drei davon sind heute noch dabei – gründeten den Verein im Herbst 2006 nach dem Motto: «Zusammen gehts leichter und macht mehr Spass.» Ein Motto, das auch heute noch gilt.

In der alten Schuhfabrik Reitnau konnte der Verein ein Lokal mieten und mit dem Bau einer Anlage beginnen. Allerdings wurde der Raum zu knapp, zumal man von einem 90 auf einen bloss 60 Quadratmeter grossen Raum umziehen musste.

Seit 2011 haben die Modell-Eisenbähnler nun ihr Zuhause am Nordende Schöftlands, an der Aarauerstrasse 44. Eine zentralere Lage, kommen die zwölf Mitglieder doch aus Schöftland, Muhen, Holziken, Kölliken, Hirschthal, Oftringen, Attelwil und Menziken.

Und die 155 Quadratmeter bieten genügend Raum, sich kreativ zu betätigen. Hier können die Männer – der jüngste geht noch zur Schule – ihrer Leidenschaft frönen. «An der Generalversammlung setzen wir uns Jahresziele», sagt Michael Werthmüller aus Muhen. Dass alle umgesetzt werden, ist nicht in Stein gemeisselt. Man nimmts, wies kommt, diskutiert, passt den «Masterplan» an.

Badenixe auf dem Perron

In Filigranarbeit ist dieses Jahr ein Weinberg mit hunderten von Rebstöcken entstanden, samt Weinbauern, die darin arbeiten. Spotlampen rücken die einzelnen Landschaften ins rechte Licht.

In der konkreten Arbeit – in der Regel jeweils montags und donnerstags – können die Mitglieder ihre individuellen Fähigkeiten und Vorlieben einbringen. Elektronisch Interessierte nehmen sich der Anlagensteuerung an.

Anderen liegt der Bau von Gebäuden, die Gestaltung von Landschaften mehr. Wer genau hinschaut, entdeckt, dass die Männer durchaus Humor haben. Da steht ein Känguru am Zebrastreifen. Auf dem Zugsperron liegt nicht nur eine Kuh, sondern auch eine Badenixe. Am Tunneleingang steht ein Taucher, auf der grünen Wiese ein Skifahrer.

Erstmals Zahnradbahn in Aktion

«Frauen wären eine grosse Bereicherung für unseren Verein», sagt Präsident David Müller. Er denkt dabei an den Landschaftsbau, eine Arbeit, die eine gut ausgebildete Feinmotorik verlangt. Neumitglieder sind willkommen.

Interessierte können am Tag der offenen Tür zum Jubiläum erstmals eine Zahnradbahn auf einer Teilstrecke in Aktion sehen: Der Tourismus ist präsent in der Suhrentaler Eisenbahnlandschaft, aber auch der Steinbruch beeindruckt. 27 Züge können auf sechs unabhängigen Strecken verkehren. Auf den 450 Metern Gleise sind rund 120 Weichen zu stellen.

Am Samstag, 5. November, fahren die Züge von 10 bis 18 Uhr, und zwar im Tag- und Nachtbetrieb. Die Festwirtschaft ist von 11 bis 20 Uhr offen. Zudem kann man an einem Wettbewerb (Schätzfrage) teilnehmen. Auch gibt es eine kleine Börse für Modellbahnbauer.

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