Schöftland
In die ehemalige Chäserei ziehen asylsuchende Frauen und Kinder ein

Weil die Gemeinde Schöftland momentan zu wenig Asylsuchende beherbergt, werden die Räumlichkeiten im ehemaligen Chäsereigebäude ab dem 1.Januar 2014 zur Asylbewerberwohnung umfunktioniert. Beherbergt werden aber nur Frauen, Kinder oder Familien.

Janine Müller
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Die ehemalige Chäserei, dahinter das Schulhaus. Emanuel Per Freudiger

Die ehemalige Chäserei, dahinter das Schulhaus. Emanuel Per Freudiger

EMANUEL PER FREUDIGER

Die Gemeinde Schöftland beherbergt zurzeit zu wenige Asylsuchende. Das vom Kanton vorgegebene Soll ist nicht erfüllt. Nun sollen ab dem 1. Januar 2014 Asylsuchende im ehemaligen Chäsereigebäude eine Unterkunft finden.

Dieses Gebäude ist in die zurzeit laufende Schulraumplanung miteinbezogen und steht leer. Zudem hat es in der Wohnung genügend Platz. Die Gemeinde Schöftland kaufte das Gebäude für 700 000 Franken zur Arrondierung der Schulräume. Der Besitzantritt erfolgte Anfang Januar 2011.

Da es für die Gemeinde nach dem Wegzug des bisherigen Mieters schwierig war, die Wohnung weiter zu vermieten, hat sich der Gemeinderat für diese Lösung entschlossen.

15 Personen finden Platz

Bis es aber so weit ist, soll der Raum genutzt werden. Momentan wird die grosse Wohnung von der siebenköpfigen Familie, die nach dem Hausbrand in Schöftland ihr Hab und Gut verlor, bewohnt.

Per Ende Jahr müssen sie die Wohnung aber verlassen, weil ab dem 1. Januar 15 Asylsuchende den Platz beanspruchen werden. Ob es wirklich von Beginn weg 15 Personen sein werden, ist noch unklar. «Je nach Andrang wird die Wohnung komplett gefüllt sein», sagt Gemeindeschreiber Rudolf Maurer.

Aus welchen Ländern die Asylsuchenden stammen werden, weiss Maurer noch nicht. Klar ist aber, dass vor allem einzelne Frauen, Frauen mit Kindern oder Familien in die Wohnung einziehen werden.

«Das Gebäude liegt gleich neben dem Schulareal. Darum hat der Gemeinderat den Wunsch geäussert, nur Frauen und Familien aufzunehmen», sagt Maurer. Einzelne Männer sollen nicht in die Wohnung einziehen dürfen. Reaktionen aus der Bevölkerung hatte Maurer bisher noch keine.

Wohnung für rund zwei Jahre

Die Gemeinde Schöftland stellt die Wohnung zur Verfügung, der Kantonale Sozialdienst, der für die Platzierung und die Betreuung der Asylsuchenden verantwortlich ist, sorgt für die Einrichtung – gemeinsam mit dem gemeinnützigen Frauenverein, der Möbel aus der Brockenstube organisiert.

Der Gemeinderat geht momentan davon aus, dass die Asylbewerberwohnung rund zwei Jahre belegt sein wird.

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