Umnummerierung
In der Nummer 13 will in Uerkheim niemand wohnen

Am Infoabend zur Umnummerierung gab nur eine Zahl zu reden: Die 13. Zwei Hausbesitzer möchten diese Hausnummer nicht, denn sie bringe Unglück.

Raphael Nadler
Drucken
Teilen
Anhand eines neuen Ortsplans konnten die Bewohner herausfinden, welche Hausnummer sie künftig haben und ob ihre Wohnadresse geändert wird.

Anhand eines neuen Ortsplans konnten die Bewohner herausfinden, welche Hausnummer sie künftig haben und ob ihre Wohnadresse geändert wird.

Raphael Nadler

«Wir freuen uns, dass die Bevölkerung der Umnummerierung so positiv gegenübersteht», sagt Gemeindeammann Markus Gabriel nach der Infoveranstaltung vom Donnerstagabend. Über 70 Einwohnerinnen und Einwohner waren gekommen, um sich aus erster Hand informieren zu lassen.

Nach der kurzen Info wurde sachlich diskutiert und Änderungsvorschläge aus der Bevölkerung zusammengetragen. So wollen zum Beispiel zwei Hausbesitzer nicht, dass an ihrer Liegenschaft die Nummer 13 montiert wird. Das bringe ihnen Unglück. Auch da versprachen der Gemeindeammann und die zuständige Kommission, eine Lösung auszuarbeiten. «Schliesslich gibt es in den Flugzeugen meist auch keine Reihe 13 und auch in vielen Hotels fehlt das Zimmer 13», sagt Gabriel. «Warum sollen wir diesem Wunsch nicht nachkommen?»

Die grösste Änderung betrifft die Hauptstrasse, aus ihr wird nun die Dorfstrasse, deren Nummerierung beim Dorfeingang auf der Holziker Seite beginnt. In den Gebieten, die nach Flurnamen benannt waren, gibt es neue Strassennamen.

Was für die Betroffenen eine wohl etwas länger dauernde Umgewöhnung mit sich bringt, bedeutet für andere eine Erleichterung. «Die Feuerwehr zum Beispiel ist froh, dass sie sich künftig nach einer normalen Hausnummerierung orientieren kann», weiss Gemeindeammann Gabriel. «Weil auch immer mehr Blaulichtorganisationen gebietsübergreifend zusammenarbeiten.»

Die zuständige Kommission und das Planungsbüro Metron aus Brugg setzen nun zum Feinschliff an und hoffen, im Frühling mit der Umnummerierung und teilweisen Umbenennung der vereinzelten Strassen beginnen zu können. «Im Sommer 2015 sollte alles fertig sein», hofft Gabriel. «Bis die Navigationsgeräte die richtigen Nummern finden, wird es wohl noch etwas länger dauern ...» Die Kosten von rund 70 000 Franken trägt die Gemeinde.

Die bisherigen Versicherungsnummern bleiben bestehen. Für die Adressierung ist aber die neue Nummer von Bedeutung. Die blauen Schilder mit den neuen Nummern werden den Besitzern zugestellt. «Wer sie nicht selbst montieren will, kann sie gegen einen Unkostenbeitrag vom Bauamt anbringen lassen», stellt Gabriel in Aussicht.

Aktuelle Nachrichten