Zetzwil
In der Männerriege turnen auch zwei Frauen

Seit 60 Jahren gibt es die Männerturnvereinigung Kreis Kulm. Die Männerturner aus dem Kreis Kulm trafen sich zur gemütlichen Herbstversammlung, weil Geselligkeit ebenso wichtig ist wie der Sport.

Sibylle Haltiner
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Der Unterkulmer Heiri Weber Weber ist seit 24 Jahren Obmann der Männerriegenvereinigung Kulm. «Die Männerriege ist eine gehobene Gesellschaft. Die Kameradschaft wird gross geschrieben und jeder ist für den andern da, ob jung oder alt.»
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Fred Wildi, Reinach: "Ich bin schon lange in der Männerriege, aber erst seit der Pensionierung kann ich regelmässig hingehen. Neben der Kameradschaft gefällt mir gut, dass es geleitete Turnstunden gibt. Der Vorturner stellt immer ein abwechslungsreiches Programm zusammen." «Ich bin schon lange in der Männerriege, aber erst seit der Pensionierung kann ich regelmässig hingehen. Neben der Kameradschaft gefällt mir gut, dass es geleitete Turnstunden gibt. Der Vorturner stellt immer ein abwechslungsreiches Programm zusammen.»
Herbstversammlung Männerturnvereinigung
Susi Schnabl (li) und Giovanna Ritzmann turnen zusammen mit ihren Turnkollegen in der Teufenthaler Riege Mixed Fit. "Es gab in Teufenthal keine Frauenriege mehr und wir wollten weiterhin turnen. Mit Männern zusammen ist es anstrengender, wir beissen uns daher auch mehr durch." Die beiden turnen zusammen mit ihren Turnkollegen in der Teufenthaler Riege Mixed Fit.: «Es gab in Teufenthal keine Frauenriege mehr und wir wollten weiterhin turnen. Mit Männern zusammen ist es anstrengender, wir beissen uns daher auch mehr durch.»
Peter Remund, Dürrenäsch: "Das Turnen ist wichtig, um im Alter fit zu bleiben. Ausserdem ist die Kameradschaft sehr gut." «Das Turnen ist wichtig, um im Alter fit zu bleiben. Ausserdem ist die Kameradschaft sehr gut.»
Urs Siegrist, Menziken: "Es ist immer lustig in der Männerriege und es gibt keinen Leistungsdruck mehr. Bewegung und Spass an der Kameradschaft sind die wichtigsten Elemente." «Es ist immer lustig in der Männerriege und es gibt keinen Leistungsdruck mehr. Bewegung und Spass an der Kameradschaft sind die wichtigsten Elemente.»

Der Unterkulmer Heiri Weber Weber ist seit 24 Jahren Obmann der Männerriegenvereinigung Kulm. «Die Männerriege ist eine gehobene Gesellschaft. Die Kameradschaft wird gross geschrieben und jeder ist für den andern da, ob jung oder alt.»

AZ

Zur Jubiläums-Herbstversammlung trafen sich am Freitagabend über 100 Männerturner in der Turnhalle Zetzwil. Vereinsweise waren sie angereist, einige sogar zu Fuss marschiert, sportlich gekleidet mit Trainerjacke und Turnschuhen; fit, wie man sich Turner vorstellt. Die Jüngsten erst 40 Jahre alt, nach oben offen bis weit über das Pensionsalter hinweg.

Es gibt auch gemischte Riegen

Eine reine Männerangelegenheit? Nein: Zwei Turnerinnen vertraten die Damenwelt. Nicht etwa als Gäste oder Anhang, sondern als aktive Mitglieder einer gemischtgeschlechtlichen «Männerriege». In Teufenthal haben sich Turnerinnen und Turner unter dem Namen «Mixed Fit» zu einer gemeinsamen Riege zusammengeschlossen, und so nahmen zwei Damen als vollwertige Mitglieder an der Männerriegen-Versammlung teil. «Es ist strenger, mit Männern zusammen zu turnen, aber man beisst sich dann auch mehr durch», erklärten Giovanna Ritzmann und Susi Schnabl. Ihre Turnkollegen schätzen die weibliche Anwesenheit auch, weil es dadurch andere Gesprächsthemen gibt.

Das Gespräch nach den Turnstunden, gemütliches Zusammensein, ein Bier in der Beiz: Die Geselligkeit spielt in der Männerriege eine ebenso grosse Rolle wie die sportliche Betätigung. Auch am Freitag wurden angeregte Gespräche geführt, alte Freundschaften wieder aufgefrischt, bestehende gepflegt. Dorfpolitik und die Verkehrsprobleme des Wynentals waren ebenso Thema wie vergangene, gemeinsam erlebte Turnfeste.

Filet und Tanz zum Jubiläum

Geselligkeit und Sport – diese Schwerpunkte zeigten sich ebenfalls im Jahresbericht des technischen Leiters: Neben der Teilnahme an Turnfest und Faustballturnier fanden auch der Winterausmarsch und das Skiwochenende Erwähnung. Ein Filet Royal auf dem Teller, Musik- und Tanzvorstellungen auf der Bühne rundeten die Jubiläumsveranstaltung ab.

Eigentlich wären die Kulmer Männerturner mit den Aarauern zusammengeschlossen. Aber sie haben sich ein Stück Eigenständigkeit bewahrt, führen die Versammlungen alleine durch. «Die Kulmer fahren nicht gerne nach Aarau», erklärte Heiri Weber. Er ist seit 24 Jahren Obmann, will aber noch ein Jahr weitermachen, damit dann das Vierteljahrhundert voll ist.