Holziken
In den Wilden Westen eingetaucht

800 Cowgirls und Cowboys haben sich in der Reithalle zu einem musikalischen Countryabend getroffen.

Martin Zürcher
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An der Country Night in Holziken wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Martin Zürcher

An der Country Night in Holziken wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Martin Zürcher

Auf Hochglanz polierte Stiefel, klappernde Sporen, Hunderte von zurechtgerückten Stetsons – für einmal ist am Samstagabend der Wilde Westen in die Holziker Reithalle eingezogen. Angesagt war die Country Night, welche bis auf den letzten Platz ausverkauft war.

Musikalisch eröffnet wurde der Anlass mit den Tennessee Heartbreakers. Von Beginn tanzten die Cowgirls und Cowboys auf der Line-Dance-Bühne. Mit der Two Rocks Band ging das Konzert in die nächste Runde, und als Johnny Trouble mit seiner Band die Bühne enterte, gab es für die Country-Musik-Fans kein Halten mehr. Frenetisch feierten diese in der Reithalle.

Johnny Cash lebt

Ganz dem Vorbild entsprechend, betrat Johnny Trouble zusammen mit seinen Kumpels die Bühne. «Ring of Fire», «I Walk the Line», «Man in Black». Es hörte sich so an, als ob Johnny Cash selber auf der Bühne stehen würde. Erst nach diversen Zugaben wurde die Band in den verdienten Feierabend entlassen. Noch war die Country Night damit aber noch nicht zu Ende.

Angesagt war ein Midnight Special, bei dem die besten Kostüme prämiert wurden. Als Gewinner konnte sich bei den Einzelteilnehmern Daniel Unternährer aus Rüttenen feiern lassen. Daniela und Tom Marty waren aus Stans angereist und hatten sich perfekt als Ehepaar zurechtgemacht. Verdient gewannen die beiden den Paarwettbewerb.

Der Anfang ist gemacht

Roland Gueffroy – der Mann aus Zofingen, der mit dem Posttöffli in den Vereinigten Staaten die berühmte Route 66 abgefahren ist – hatte die Country Night zusammen mit seinem Team organisiert. Ziel der Initianten ist es, in Holziken einen Country-Anlass zu etablieren, der über die regionalen Grenzen ausstrahlt und innerhalb der nächsten Jahre zu einem festen Termin in der Country-&-Western-Szene werden soll.

Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Zufrieden meinte Roland Gueffroy zum Schluss: «Es ist unübersehbar, dass so ein Anlass in der Region fehlt. Wir kommen wieder.»