Unterkulm

Im zweiten Anlauf: Gmeind sagt ohne Gegenstimme Ja zur Schulhaussanierung

Von 1774 Stimmberechtigten nahmen 58 Personen teil.

Von 1774 Stimmberechtigten nahmen 58 Personen teil.

An der Unterkulmer Gmeind vom Donnerstagabend kam die Sanierung des Färberackerschulhauses zum zweiten Mal vors Volk. Diesmal schaffte die um 600000 Franken reduzierte Vorlage mit 4,3 Millionen die Abstimmungshürde ohne Gegenstimme und Diskussion.

Gegen den ersten positiven Gmeindsbeschluss vom 22. November 2012 war von einem Komitee das Referendum ergriffen worden. Am 3. März 2013 stimmte der Souverän dem Referendum zu und verpflichtete damit den Gemeinderat zu einer Überarbeitung des Projekts. Eine Million sollte eingespart werden, verlangte das Komitee. Ebenso solle die Realisierungsphase ausgeweitet werden und letztlich sollten die Fusionsverhandlungen abgewartet werden. «Das Letzte hat sich bereits erledigt», schmunzelte Gemeindeammann Roger Müller leicht ironisch. Der Gemeinderat habe eingespart und verzichtet, wo es möglich war. «Aber nie wollten wir Kosten reduzieren auf Kosten der Qualität.» 

Die Rechnung 2013 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Gewinn von 650 000 Franken ab, obschon ein Defizit von 230 000 Franken budgetiert war. Gründe dafür seien unter anderem der um 600 000 Franken bessere Steuereingang, und die um 121 000 Franken tieferen Sozialhilfeausgaben. Die langfristigen Schulden von 4 Mio. Franken konnte Unterkulm im letzten Jahr zurückzahlen. «Die schwankenden Steuereingänge zeigen, wie schwierig es ist zu planen», sagte Müller. Besonders erfreut sei der Gemeinderat, dass es gelungen sei, gut 150 000 Franken mit strikter Ausgabendisziplin einzusparen. Die Versammlung genehmigte  die Rechnung diskussionlos. 

Der Unterkulmer Souverän unterstützt die Arbeit «Pforte Arbeitsmarkt» und hat sowohl der Verlängerung des Projekts um vier Jahre wie auch dem Verbleib im Verein «Pforte Arbeitsmarkt» zugestimmt. Dafür wurden 65 000 Franken Gemeinkosten und 69 000 Franken für arbeitsmarktliche Massnahmen bewilligt. 

Die Gemeindeversammlung hat 11 Personen, 6 Erwachsenen und fünf Kindern ohne Diskussion und nur mit vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen das Einwohnerbürgerrecht zugesichert. Sämtliche Einbürgerungskandidaten waren an der Gmeind  anwesend und stellten sich persönlich vor. Unter dem Traktandum Verschiedenes wie Müller darauf hin, dass neu die Möglichkeit bestünde, Einbürgerungen durch eine Kommission und den Gemeinderat abwickeln zu lassen. Weil Gesuche publiziert werden müssen, könnten sich die Bürger dennoch dazu äussern. 

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