Menziken
Im Wahrzeichen des Oberwynentals entsteht ganz oben ein Hotel und eine Bar

Die Glashaus Immobilien AG von Kurt Weber ist seit Monaten daran, den ehemaligen Büroturm der Alu Menziken innen und aussen zu renovieren und einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Peter Siegrist
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Lichtdurchflutete Büros mit Aussicht aufs ganze Wynental.

Lichtdurchflutete Büros mit Aussicht aufs ganze Wynental.

«Neu ist die gemischte Nutzung», sagt Kurt Weber, der die Sanierung zu seiner eigenen Aufgabe erklärt hat. «Ich führe die Bauleitung selber aus», sagt er, «das macht Freude.» Mittlerweile kenne er jeden Raum und bald jede Tür in diesem grossen Haus.

Weg vom alleinigen Büroturm

Für Weber ist die Zeit vorbei, wo die Einteilung in einem Büro-Hochhaus die Hierarchie in einer Firma widerspiegelt: Oben Teppichetage mit grosszügigen Räumen und weiter unten die engen Büros mit Schreibtischen, so weit man blickt.

Geplant ist eine gemischte Nutzung. In einer ersten Phase werden Büro-Geschosse erstellt. Vier davon, in den Stockwerken 6, 7, 8 und 9 sind bereits fertig und zum Vermieten bereit, beziehungsweise bereits vermietet. Weber selber hat ebenfalls mit seiner Generalunternehmung von Reinach (Glashaus) in den Alu-Turm gewechselt. Die vormals kleinräumige Unterteilung der Bürogeschosse ist offenen Grossraumbüros gewichen. Wo Unterteilungen nötig sind, für Sitzungszimmer oder kleinere Firmenräume etwa, werden Glaswände hochgezogen. So wirken die Räume gross und wegen der Fensterfronten lichtdurchflutet.

«Die Vermietung erfolgt geschossweise», sagt Weber, «wobei jederzeit auch kleinere Flächen zu mieten sind.» Von 35 bis zu 340 Quadratmetern sei alles möglich. Mehrere Firmen sind bereits eingezogen. «Wichtig ist für uns», sagt Weber, «dass die Branchen zusammenpassen.»

Er denkt dabei an Handelsfirmen, Anwaltskanzleien, Planungsbüros. Der Endausbau erfolge etappenweise, sagt Weber. In sämtlichen Räumen seien die Installationen für elektrisch und Telekommunikation auf dem neusten Stand, Anschlüsse vorbereitet, und die Beleuchtung mit LED-Leuchten entspreche den heutigen Anforderungen. Pro Quadratmeter sei mit einer Jahresmiete ab 225 Franken zu rechnen, so Weber.

Gastronomie und Hotel im Turm

Kurt Weber ist bekannt dafür, dass er Visionen entwickelt und auch umsetzt. Statt Direktionsetagen zu planen in den obersten Geschossen, denkt er im Endausbau an ein Gastroangebot. So sollen im 14. Stock eine Lounge und eine Bar zum Verweilen einladen. «Die Aussicht von hier oben ist phänomenal», sagt Weber.

Die Stockwerke 10 bis 12 werden zu einem Businesshotel mit Konferenzräumen und einem Restaurant ausgebaut. «Einfache, funktionale Zimmer zum Übernachten würden in der Region von Firmen für Geschäftskunden immer wieder gesucht», weiss Weber. Für diese will er ein Angebot machen.

Noch offen ist die Nutzung in den ersten beiden Stockwerken. Es sei durchaus etwas möglich aus dem Bereich Gesundheit, Fitness oder Wellness. Der Eingangsbereich wird den Empfang und ein kleines Mitarbeiter-Bistro beherbergen.

Bereits ersetzt wurden sämtliche Fenster durch Scheiben mit Dreifachverglasung. Ebenfalls saniert ist das Flachdach. «Die Hülle ist auf dem neusten Stand», sagt Weber, «dort haben wir angefangen.» Ob der Name «Alu-Hochhaus» bleibt oder ändert, das verrät Kurt Weber noch nicht.

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