Der «Bären» in Staffelbach ist zu, der «Bären» in Reitnau ist zu und auch die urchige Landbeiz oberhalb von Staffelbach, «der Kalthof», ist zu. Laut dem aktuellen statistischen Jahrbuch des Kantons Aargau ist der Bezirk Zofingen mit einem Rückgang von fast 22 Prozent am meisten vom Beizensterben betroffen. Die Beizen scheinen es im Suhrental schwer zu haben. Dass es aber auch andere Beispiele gibt, zeigen die neuen Pächter des Gasthofs Sonne in Uerkheim.

Über den Erwartungen

«Die Sonne geht wieder auf» titelte die az Mitte November, als Sarah Klaus und Reinoud Notten den Gasthof Sonne in Uerkheim nach zweijähriger Pause neu eröffneten. Nun sind zwei Monate vergangen und die Sonne steht mittlerweile strahlend am Himmel. «Wir sind sehr zufrieden», sagt Reinoud Notten, «es läuft optimal, wenn nicht sogar überdurchschnittlich gut.»

Am Anfang sei es noch normal, dass die Leute aus reiner Neugier kommen. Diese «neugierige» Phase, wie Notten es nennt, hätten sie nun überstanden, und die Besucher kämen bereits ein zweites und drittes Mal. Über Silvester sei das Restaurant voll gewesen, so Notten und er fügt an: «Es gab seit der Eröffnung Tage, an denen wir Leute wegschicken mussten, weil alle Tische besetzt waren.»

Viele Bewohner oder Arbeiter der umliegenden Dörfer kommen immer wieder zum Znüni am Morgen vorbei, oder genehmigen sich nach dem Arbeitstag ein Feierabendbier. «Unser Stammtisch ist bereits zu klein», sagt Reinoud Notten.

Aufgrund des guten Starts mussten Sarah Klaus und Reinoud Notten für das neue Jahr zusätzliches Personal anstellen. «Im Dezember haben wir uns noch mit der Hilfe von Familien und Freunden durchgemogelt», sagt Notten.

Seit Anfang Januar haben die beiden nun im Service und in der Küche jeweils eine zusätzliche Aushilfe: «Alleine hätten wir es sonst nicht geschafft.»