Reinach

Im Dorfzentrum wird bald «Rynecher Bier» gebraut

In Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde beschlossen, das Nebengebäude in unmittelbarer Nähe zum denkmalgeschützten «Schneggen» (rechts) ins historische Ensemble einzubinden.

In Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde beschlossen, das Nebengebäude in unmittelbarer Nähe zum denkmalgeschützten «Schneggen» (rechts) ins historische Ensemble einzubinden.

Reinach bekommt sein eigenes Bier: Fritz Züger von der Gränicher Bläien-Brauerei will ab Frühling neben dem Gasthof Schneggen eine Kleinbrauerei betreiben.

Reinach bekommt eine Brauerei – inklusive Biergarten. Fritz Züger vom Gränicher «RabenBrau» will in der gemeindeeigenen Liegenschaft neben dem «Schneggen» bald das «Rynecher Bier» zapfen. Zuvor muss das Gebäude aber saniert und umgebaut werden. Die Gmeind hat dafür bereits im Juni einen Kredit in Höhe von 450'000 Franken gesprochen.

Im Nebengebäude (links unten) der zwei Liegenschaften zwischen Gemeindehaus und «Schneggen» – sie wurden 2014 abgebrochen – war unter anderem eine Autogarage einquartiert. Luftaufnahme von 1964.

Im Nebengebäude (links unten) der zwei Liegenschaften zwischen Gemeindehaus und «Schneggen» – sie wurden 2014 abgebrochen – war unter anderem eine Autogarage einquartiert. Luftaufnahme von 1964.

Reinach will seinen historischen Dorfkern aufwerten und beleben. Dazu gehört auch das Nebengebäude zwischen «Schneggen» und Gemeindehaus, in dem unter anderem früher einmal eine Autogarage war. «Mit der Fertigstellung des Kreisels und der Neugestaltung des Lindenplatzes haben wir die Chance, hier eine lebhafte Begegnungszone zu schaffen», sagt Gemeindeammann Martin Heiz. Die Kleinbrauerei werde sicher «einen zusätzlichen positiven Akzent» setzen.

Läuft alles nach Plan, wird das «Rynecher Bier» ab Anfang Mai ausgeschenkt – quasi direkt vom Kessel, kommt das sogenannte Drei-Geräte-Sudhaus doch gleich hinter die Theke zu stehen. Vom Rezept wird nur soviel verraten: Das «Rynecher Bier» werde mit hellen Malzsorten gebraut, «süffig gehopft», wie der Braumeister sagt, und mit einer Spezialhefe obergärig vergoren.

Mit der geplanten Infrastruktur kann Fritz Züger täglich bis zu 600 Liter Bier brauen. «So viel mögen die Reinacher wohl nicht trinken.» Züger lacht. Zumal ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts sei, Biere anderer kleiner Aargauer Brauereien auszuschenken und dadurch bekannt zu machen. Trotzdem: Mit dem «Rynecher Bier» zu handeln, sei nicht geplant. Entsprechend werde die Produktion gesteuert. «Wir planen, etwa 90 Prozent direkt auszuschenken», sagt Züger. Ansonsten soll das «Rynecher Bier» einzig noch in einer 1-Liter-Spezialflasche oder im 20-Liter-Fass erhältlich sein – und auch das nur vor Ort.

«Wir planen, etwa 90 Prozent direkt auszuschenken.» Fritz Züger freut sich auf seine «BrauGarage» mit Biergarten mitten in Reinach.

«Wir planen, etwa 90 Prozent direkt auszuschenken.» Fritz Züger freut sich auf seine «BrauGarage» mit Biergarten mitten in Reinach.

Eine IG unterstützt das Vorhaben

In seiner Kleinbrauerei, die Züger in Anlehnung an die frühere Nutzung des Gebäudes «BrauGarage» nennen und auch entsprechend einrichten will, wird man nicht nur Bier trinken, sondern auch einen Happen essen können. «Nichts Grosses», so Züger. Dafür hat es zuwenig Platz. «Aber einfache Speisen, die gut zum Bier passen.» Bei grösseren Anlässen, für die er den Raum im Obergeschoss hinzumieten kann, werden die Gäste voraussichtlich in Zusammenarbeit mit dem «Schneggen» bewirtet.

Fritz Züger betreibt in Gränichen zusammen mit Geschäftspartner Marco Stöckli seit 13 Jahren die Kleinbrauerei «RabenBrau». Schon länger hegt er den Wunsch, eine Gasthaus-Brauerei einzurichten. Nun soll er sich in Reinach erfüllen. Die Grundfinanzierung ist mit einer GmbH gesichert. Vor Jahresfrist hat sich innerhalb der «RabenBrau» ausserdem eine Interessengemeinschaft IG Gasthaus-Brauerei gebildet, mit dem Ziel, das Vorhaben (Inneneinrichtung) finanziell zu unterstützen.

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