Menziken
«Huschhusch ins Grab»: Erbschleicher kennen keine Skrupel

Das «Theateraberbitte» bittet zum mörderischen Kammerspiel. Wenn es bei Familie Graber ums Geld geht, hört der Spass auf.

Peter Weingartner
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Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.
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Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.
Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.
Die Darsteller von Theateraberbitte bei den Proben.
Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.
Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.

Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere. Am Freitag, 25. August feiert theateraberbitte mit seinem Stück Huschhusch ins Grab Premiere.

Peter Weingartner

Die Bühne ist gebaut, aber noch nicht gestrichen. Noch fehlen auch die Totenkopftapeten und die Hirschgeweihe. An der Garderobe hängen die Theaterkleider, doch zum Proben braucht man sie noch nicht. Der Regisseur kritisiert und lobt, zeigt Möglichkeiten auf. «100 Prozent besser als gestern», motiviert er seine Spielenden. Er will ein lebendiges, intensives Spiel.

Höhle, Halle, Studio

Das Theateraberbitte, aus der Theatergruppe des TaB Reinach herausgewachsen, hat seine eigene Philosophie. Eine eigene Bühne hat die Gruppe nämlich nicht, also auch kein Heim-, wohl aber ein Stammpublikum. So traten die Spielerinnen und Spieler, Laien, schon in den Sandsteinhöhlen im Liebeggerwald in Gränichen, in einer Recyclinghalle in Reinach oder in einem ehemaligen Radiostudio des Landessenders Beromünster auf.

Gerne lädt die Theatergruppe einen Autor ein, ein Stück für sie zu schreiben. Dass das nicht jedes Jahr geht, versteht sich von selbst, denn die Spielenden lassen sich neben ihrem Beruf auf 60 Proben ein.

In der letzten Produktion, 2015, tourte die Gruppe in Restaurants der Region; dieses Jahr gibts ein Kammerspiel im Huus 74, an der Hauptstrasse 74 in Menziken. «Wir suchen ein Objekt, einen Schauplatz und lassen auf dieses Objekt ein Stück schreiben», umreisst Rolf Krättli die Grundidee des Vereins. Was sich freilich nicht immer realisieren lässt, aus Kosten- und Aufwandgründen.

Dieses Jahr spielt man eine britische Kriminalkomödie von Norman Robbins, «Huschhusch ins Grab» heisst sie zu Deutsch. Regie führt Raschid Kayrooz. Er hatte bereits in der Recyclinghalle mit 1000 Quadratmetern Bühne Regie geführt; nun übt er sich im Kammerspiel, relativ engen räumlichen Verhältnissen im Kulturraum des Huus 74.

Eine Erb-Geschichte

«Einen Krimi zu spielen ist nicht einfach», sagt er, denn es gelte Spannung aufzubauen. Hitchcock nennt er als Vorbild, und er weiss: Jede mimische Regung ist sichtbar und wichtig. Zumal im Huus 47 nur 65 Personen pro Aufführung Platz finden. Damit auch die Leute hinten nach vorne sehen, auch auf den Boden, denn es gibt etliche Tote, bedarf es noch einiger Bauten.

Ein Probenbesuch zeigt: Da geht es zur Sache, denn wenn es ums Erben geht, hört bei Familie Graber, deren Ahnherr als Bild an der Wand prangt, der Spass auf. Keiner kann keinem und keiner trauen; Gift, Schusswaffen, Messer, ja ein Hammer kommen zum Einsatz, und das Publikum darf sich auf reichlich Action auf und hinter der Bühne freuen.

Premiere am 25. August

Die Gruppe – der Name gehe auf einen Kellner (Löwen Beinwil, Linde Reinach) zurück, der beim Servieren stets «aber bitte» gesagt habe – legt Wert auf Qualität, sagt Antonia Riz. Dies beim Spiel, aber auch beim Stück: «Es darf nicht zu durchsichtig sein.» «Huschhusch ins Grab» verspricht einen Abend voller Spannung in einem intimen Rahmen.

Premiere ist am 25. August. Insgesamt wird bis zum 23. September 12 Mal gespielt, jeweils um 20 Uhr im Huus 74 in Menziken. Man kann sich da auch verpflegen, im Rossstall oder in der Kaffee- und Cocktailbar. Vorverkauf: vorverkauf@theateraberbitte.ch.