Reinach

Höher bauen, als eigentlich erlaubt: Der Gestaltungsplan Rupphübel liegt auf

Um diese Wiese geht es.

Um diese Wiese geht es.

In Reinach können an der Grenze zu Beinwil voraussichtlich 19 Einfamilienhäuser entstehen.

Beinahe wäre nichts daraus geworden: Noch vor vier Jahren sollten drei aneinanderhängende Parzellen mit über 6000 Quadratmeter Land am Reinacher Rupphübel ausgezont werden. Schliesslich verblieb das Land in der Bauzone, allerdings unter der Bedingung, dass es bald bebaut wird.

2017 wurde das Land, an der Grenze zu Beinwil am See und hoch über dem Hallwilersee, verkauft und mit der Ausarbeitung eines für die Parzellen vorgeschriebenen Gestaltungsplans begonnen. Nun liegt dieser bis zum 17. Dezember auf der Gemeinde zur Einsicht auf.
Geplant sind sechs Gebäudereihen, die parallel zum Hang verlaufen.

Für einmal sind keine Flach-, sondern klassische Giebeldächer vorgesehen. In den sechs Reihen sollen fünf Ein- und sieben Doppeleinfamilienhäuser zu stehen kommen. Bei der angestrebten massvollen Verdichtung wäre das Ziel eine Bevölkerungsdichte auf dem Areal von 49 Bewohnern.

Erzielt werden dürften laut den Berechnungen der Planer 57 bis 76 Bewohner in den voraussichtlich 19 Wohneinheiten. Damit würde die Ausnützungsziffer 0,6 betragen anstatt der für diese Zone vorgesehenen maximalen Ausnützungsziffer von 0,5.

Verbunden werden sollen die Häuser mit niedrigen und schmalen Zwischenbauten, in denen Geräteräume unterkommen sollen. Ziel ist auch, dass sich die Bauten in das Quartier in der Wohnzone 2 einfügen.

Allerdings soll die maximal erlaubte Fassadenhöhe um einen Meter überschritten werden und neun statt der in der Zone W2 üblichen acht Meter betragen. Der schmale Rupphübelweg, über den das Areal erschlossen werden soll, wird auf dem Areal der Überbauung einen grosszügigen Einmündungsbereich bekommen, der selbst Lastwagen ein Wenden erlaubt. Das soll etwa die Zufahrt von Zügel- und Kehrichtwagen ermöglichen.

Autor

Michael Küng

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