Reinach

Hochkarätige Acts: Im Wynental gibt es nächstes Jahr Musik, Wortkunst und Theater

«Mich glustet alles», sagt Bruno Maurer (links). Er und Clo Bisaz sind zuständig für den Betrieb des TaB in Reinach.

«Mich glustet alles», sagt Bruno Maurer (links). Er und Clo Bisaz sind zuständig für den Betrieb des TaB in Reinach.

Im Theater am Bahnhof in Reinach treten nächstes Jahr Back Sea Dahu, Lo & Leduc und das Theater Marie auf.

Das Programmheft des Theaters am Bahnhof (TaB) ist eine veritable Zeitung. «Unser Beitrag zur Entschleunigung», meint Clo Bisaz, zusammen mit Bruno Maurer (Kino) für die Betriebsleitung zuständig.

«Mich glustet alles», sagt Bruno Maurer und erwähnt eines seiner Highlights: Das Doppelkonzert am 4. April von Black Sea Dahu, einer angesagten Folkgruppe, und Mnevis, deren Mitglieder aus Beinwil am See stammen und einst im TaB ihren Anfang nahmen. Früh buchen lohne sich, sagt Maurer, denn bereits ein Drittel der Tickets sei weg.

Das neue Programm startet am 11. Januar mit dem Auftritt des Luzerner Zauberers und musikalischen Poeten Alex Porter. Die Musik nimmt einen wichtigen Platz ein: Die Tan Pickney Band aus Wohlen läutet mit Reggae den Frühling ein und der Jazz-Trompeter Peter Schärli macht mit seinem Trio und dem Posaunisten Glen Ferris Halt in der Reinacher Kulturstätte.

Familientheater, Wortkunst, Krimis und Kino

Zum Kerngeschäft des TaB, der Name verrät es, gehört das Theater. Clo Bisaz, Martina Binz und Birkan Cam, «Salto & Mortale», haben sich mit Autor und Regisseur Adrian Meyer von einer Reinacher 5. Klasse in die Gefühls- und Gedankenwelt von Primarschülern einführen lassen: Was bewegt sie? Entstanden ist das Stück «Helikoptern».

Clo Bisaz umreisst die Geschichte: Ein Lehrer plant ein Lager im Wald, ohne Handy, ohne Dusche. Das spaltet die Elternschaft. Wird das Lager abgesagt? Was machen die Kinder? Eine Schmunzelgeschichte ohne Zeigefinger, aber vielleicht mit der Ermutigung zu mehr Vertrauen. Premiere dieses Familientheaters ist am 7. März im TaB, dann geht’s auf Tournee.

Auch Wortkunst bringt das Frühjahrsprogramm im TaB: Lorenz Häberli und Luc Oggier, besser bekannt als Musiker-Duo Lo & Leduc, lassen die Musik mal (fast) ganz weg. Ihr Programm «Wörter wie wir» zeigt die beiden als Spoken-Word-Artisten. Im gleichen Genre tätig ist Lisa Christ mit «Ich brauche neue Schuhe».

Ein «physisches Theatersolo» bietet Mahalia Horvath, aus Beinwil am See stammend, vor allem in Deutschland unterwegs, derweil das Theater Marie das Schicksal der «Mörderin von Suhr» aus dem Jahr 1929 beleuchtet. Erzähltheater mit kriminologischem Hintergrund und Musik (Peter Schärli zum Zweiten) ist in Werner Bodineks Stück «Der Bummler» zu geniessen. Eine Geschichte eines Luzerner Hinterländlers und seines Verschollengehens.

Auch das zweite Standbein des TaB, das Kino, hat seinen festen Platz im Programm. Drei Kultfilme sinds diesmal, und zwar solche, so Bruno Maurer, mit schwarzem Humor, skurril, lustig: «Wild Tales», «Of Horses and Men», «The Grand Budapest Hotel».

«Bauer Ramser und die Eritreer»

Ein spezieller Abend verspricht der Donnerstag, 20. Februar, zu werden. «Bauer Ramser und die Eritreer» – das Schweizer Fernsehen hat dem TaB den Fernsehfilm zur Verfügung gestellt. Nach der Vorführung moderiert Maurice Velati ein Salongespräch mit einer Ethnologin, aber auch lokalen Teilnehmenden wie einem Begleiter unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im «Sternen» Menziken und Menschen aus Eritrea, die in der Region leben.

Dominic Deville ist mit «Pogo im Kindergarten» zu Gast im TaB; für echte Kindergärtler ist das Kinderkonzert von Silberbüx gedacht. Und zu zwei Gelegenheiten öffnet das TaB – «niederschwellig», wie Clo Bisaz sagt – seine Türen für andere kulturelle Ereignisse: Am 29. März kann man bereits zum vierten Mal nachmittags Kleider tauschen, ein Zeichen für nachhaltigen Kleiderkonsum im Rahmen einer gesamtschweizerischen Aktion.

Und zum Abschluss gibts eine Premiere: An der TaB-Teilete bringen die Teilnehmenden ihr Lieblingsessen mit. Diese Köstlichkeiten werden an der grossen Tafel geteilt. Dazu werden auch musikalische und literarische Leckerbissen serviert. Eine Voranmeldung wird empfohlen.

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