Hirschthal
Hirschthaler Antennen-Zwist dauert wegen zweier Einsprachen länger

Sechs Jahre dauert das Ringen um eine geplante Mobilfunkantenne in Hirschthal schon. Nach wie vor ist kein Ende in Sicht. Denn just am letzten Tage der Auflagefrist für die Teiländerung der Bau und Nutzungsordnung wurden zwei Einsprachen eingereicht.

Elia Diehl
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Wird in Hirschthal eine Mobilfunkantenne zu stehen kommen, wie hier in in Dübendorf?

Wird in Hirschthal eine Mobilfunkantenne zu stehen kommen, wie hier in in Dübendorf?

KEYSTONE/Alessandro Della Bella

Mit der Änderung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) beschritt der Hirschthaler Gemeinderat neuartige Wege, um den Bau von Mobilfunkantennen in Wohnzonen zu verhindern.

Die erste Anpassung sah ausschliesslich den Antennenbau in Gewerbezonen vor, wurde aber vom Regierungsrat zurückgewiesen. Die Gemeinde erarbeitete daraufhin ein dreistufiges Kaskadenmodell, wonach Antennen prioritär in der Gewerbezone errichtet werden müssten.

Bis 18. März lag nun die angepasste Teiländerung der BNO auf.

Vonseiten der Bevölkerung gingen auf der Gemeinde keine Einsprachen ein. Die Netzanbieter Swisscom und Sunrise haben jedoch laut Gemeindeschreiber Hansjörg Baumberger auf den letzten Drücker Einsprachen erhoben.

«Es ist die übliche Verzögerungstaktik der Mobilfunkanbieter», sagt er, er sei es langsam leid. «So können wir diese natürlich nicht frühzeitig zu prüfen beginnen.» In Geduld übt sich Baumberger bereits seit 2007. «Man muss sich halt einfach Schritt für Schritt abmühen», so der Gemeindeschreiber.

Die Gemeinde lässt die Einwände nun von einem Juristen prüfen. Erst danach könne die zukünftige Strategie im Zwist zwischen den Hirschthalern und den Netzanbietern festgelegt werden.

«Ich nehme aber an, dass es keine Anpassungen geben muss», so Baumberger, die kantonale Vorprüfung sei schliesslich positiv ausgefallen. So werde die Teiländerung vermutlich in dieser Form der Gemeindeversammlung vorgelegt und von dieser höchstwahrscheinlich auch angenommen.

Eine weitere Gewissheit hat Baumberger alleweil: «Einsprachen wird es auch dann wieder geben.»

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