Kölliken

Hausabwart Haldimann hat seinen Job 35 Jahre lang gelebt

Hans Haldimann mit seiner Frau Maja an der Pensionsfeier im Gemeindehaus Kölliken, wo er vor 35 Jahren seinen ersten Arbeitstag hatte.sah

Hans Haldimann mit seiner Frau Maja an der Pensionsfeier im Gemeindehaus Kölliken, wo er vor 35 Jahren seinen ersten Arbeitstag hatte.sah

Nach fast 35 Jahren als Hauswart geht Hans Haldimann Ende Januar in Pension. Berühmt wurde er nicht nur durch seine Berufe, sondern auch druch seinen Humor.

«Kölliken? Wo ist das?», war die erste Frage von Hans Haldimann, bevor er 1968 als 20-jähriger Käser vom Bernbiet nach Kölliken kam. «Als ich mir hier die ausgeschriebene Stelle als Käser ansehen wollte, hat niemand mein Berndeutsch verstanden», sagt er und lacht. Damals sei für ihn klar gewesen, dass er höchstens zwei Jahre in Kölliken bleiben würde. Doch es kam anders: Auf einer seiner Milchtouren durch Kölliken lernte er seine Frau Maja kennen. Aus den geplanten zwei Jahren wurden plötzlich 44.

Vom Käser zum Hauswart

Wer ihn nicht mehr als Käser erleben durfte, dem ist Hans Haldimann als Hauswart bekannt. Denn seit 1978 sorgte er in der Doppelturnhalle und dem Gemeindehaus von Kölliken für Ordnung und Sauberkeit. «Hans Haldimann hat seinen Job nicht einfach gemacht, er hat ihn gelebt», sagt Gemeindeammen Roland Brauen über ihn. Nach fast 35 Jahren geht er nun Ende Januar in Pension. Dabei kann er sich noch ganz genau an seinen ersten Arbeitstag als Hauswart in Kölliken erinnern. «Es war Freitag, der 1.September, um sieben Uhr morgens, als ich vor dem Gemeindeschreiber stand, um meine Arbeit anzutreten», erzählt Haldimann. Damals wurden ihm zwei Regeln erklärt: Diskretion über die Dinge, die er in der Gemeindeverwaltung aufschnappt und das Tragen eines blauen Kittels.

An seiner Pensionsfeier im Gemeindehaus von Kölliken sagt er: «Es gibt so viele Momente, die mir von meiner Arbeit als Hauswart bleiben werden.» Und auch Hans Haldimann wird wahrscheinlich vielen in Erinnerung bleiben. Für die Schüler sei er ein zuvorkommender und freundlicher Mann gewesen, sagt Rafael Meier, der in Kölliken zur Schule ging. «Er bleibt sicher jedem in Erinnerung», sagt er. Schon immer war es Haldimann wichtig, mit allen gut auszukommen, wie er selber sagt.

«Er hat es verstanden, Ordnung zu halten, aber auch Verständnis aufgebracht für die Anliegen der Schule und der Vereine», sagt Gemeindeschreiber Felix Fischer. Man habe mit jedem Anliegen zu ihm kommen können und er habe geholfen. Diese Hilfsbereitschaft hat auch Stefan Lerch kennen gelernt. Er wird in die Fussstapfen des Hauswarts treten. «Nachdem er mich im Dezember eingearbeitet hatte, bot er mir an, ihn jederzeit anzurufen, wenn ich Hilfe brauchen würde», erzählt er. Er sei in dieser Zeit ein angenehmer und gelassener Chef gewesen, der aber genau gesagt hätte, wie er was wolle.

Grösster Witzeerzähler Köllikens

Berühmt ist er nicht nur durch seine Berufe geworden, sondern auch durch seinen Humor. «Den grössten Witzeerzähler von Kölliken», nennt ihn Gemeindeammann Roland Brauen. «Wenn man bei Haldimann war, kannte man nachher immer den neusten Witz», schwärmt er. «Hans Haldimann ist einfach ein Original und prägend für uns alle.»

Der bald Pensionierte kann auf eine erfüllte Arbeitszeit zurückblicken. «Wenn ich nochmals von vorne beginnen könnte, würde ich alles noch einmal genau gleich machen», sagt er und lächelt zufrieden. Trotz Pension werde ihm aber nicht langweilig. Er habe einen Hund, ein eigenes Haus, fünf Enkelkinder und seine Frau sei auch noch relativ jung, sagt er lachend. Sie sei es auch, die ihm verbieten würde, in Zukunft den Wecker noch zu stellen.

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