Sie sticht jedem ins Auge, der bei der Kirche Uerkheim in die Hinterwilerstrasse einbiegt: eine Armee an Bauprofilen am Hang rechter Hand. Sie signalisieren, dass die Grossüberbauung «Sommerhalde» nun endlich realisiert werden soll.

43 Terrassenwohnungen sollen auf den gut 14'000 Quadratmetern des Gebiets «Im Feld» gebaut werden. Ein Grossquartier im 1355-Einwohner-Dorf. Damit das Gebilde weniger Klotz-artig aussieht, müssen die Dächer und idealerweise auch die Terrassenflächen intensiv begrünt werden. So fügen sich die ineinander geschachtelten Häuser besser in den Hügel ein. Das Baugesuch für das 30-Millionen-Franken-Projekt liegt derzeit öffentlich auf.

Bauzeit knapp 10 Jahre

In drei Bauetappen sollen bis 2027 Wohnungen mit zwischen 3 und 6½ Zimmern auf den Hang gegenüber der Kirche zu stehen kommen. Die erste Etappe soll kommendes Jahr starten, die zweite 2022 und die dritte 2026. Der Grossteil der Siedlung wird aus 4½-Zimmer-Wohnungen (27 Objekte) bestehen. Wie das vom Bauherrn beauftragte Planungsbüro in seinem Fachbericht ausführt, entstehe durch die verschiedenen Haushaltsgrössen eine soziale Durchmischung, was ein Gewinn für die Siedlung und die Gemeinde bedeute.

Bis zur Errichtung der Bauprofile hat es lange gedauert. Erste Pläne zur Überbauung des Gebiets «Im Feld» existierten schon um die Jahrtausendwende. 2001 wurde ein Erschliessungsplan für den Hang erarbeitet. Finanzgeber war damals die Sommerhalde-Wohnbau AG. Nachdem der Plan öffentlich aufgelegen war, verstarb jedoch der damalige Hauptinitiant, alt Ammann Peter Bolliger. Mit den Personen, die gegen den Erschliessungsplan Einwendungen gemacht hatten, wurden nie Verhandlungen geführt.

Im zweiten Anlauf geglückt

Erst 2010 wurde für einen neuen Erschliessungsplan erneut ein Mitwirkungs- und Einwendeverfahren durchgeführt. Nach der Bereinigung der Einsprachen wurde das Erschliessungsprojekt 2012 von Gemeinderat und Kanton genehmigt. Die Baulandparzellen sind heute im Eigentum der Rulero AG, die das aktuelle Baugesuch eingereicht hat. Die Sommerhalde-Wohnbau AG tritt nicht mehr auf.

Der Tod Bolligers gefährdete damals übrigens nicht nur die Überbauung «Im Feld», sondern auch das Bauprojekt Breitäcker. Nachdem seine Nachkommen die Erbschaft ausgeschlagen hatten, wurde das Gelände versteigert. Erst 2008 begann man mit dem Bau des neuen Dorfteils.