Schöftland
Grossrat Beat Leuenberger erhält Strafbefehl wegen Schlägerei

Eine Schlägerei mit seiner Schwester vor der Filiale der Aargauischen Kantonalbank hat für Grossrat Beat Leuenberger Folgen: Die Staatsanwaltschaft verurteilt ihn nun zu einer Geldbusse. Leuenberger hat Einspruch erhoben.

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Passiert ist es am 14. Februar 2012 vor der AKB-Filiale in Brittnau. Beat Leuenberger und seine Schwester gerieten sich offenbar in die Haar. Leuenberger soll seine Schwester damals spitalreif geschlagen haben. Sie zeigte ihn in der Folge wegen mehrfacher Beschimpfung und einfacher Körperverletzung an.

Und hat nun Recht bekommen, wie Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber Tele M1 erklärt. Gestützt auf die Untersuchungen und Einvernahmen hat die Staatsanwaltschaft Leuenberger zu einer Strafe von 20 Tagessätzen und 600 Franken Busse verknurrt.

Einspruch erhoben

Rechtsgültig ist das Verdikt aber noch nicht. Leuenberger hat Einsprache erhoben, wie er selbst sagt. «Ja, ich habe den Strafzettel bekommen. Ich kann dem aber nichts abgewinnen, deshalb habe ich Einsprache erhoben. Das Ganze wird nun andersweitig entschieden», erklärt der inzwischen abgewählte Grossrat gegenüber Tele M1. Es stehe weiterhin Aussage gegen Aussage, sagt er weiter. Leuenberger hatte früher erklärt, die Schwester sei die Treppe runtergefallen. «Von dieser Aussage rücke ich nicht ab.»

Deshalb wird nun ein Gericht entscheiden müssen, ob Leuenberger wirklich zugeschlagen hat oder nicht.

Alle Ämter los

Leuenbergers Schwester wollte sich nicht äussern. Über ihren Anwalt liess sich ausrichten, dass sie immer noch in medizinischer Behandlung sei. Sie war damals auf das frisch operierte Hüftgelenk gefallen.

Für Leuenberger hatte das Verfahren bereits einschneidende politische Konsequenzen. Er wurde kurz nachdem das Verfahren öffentlich wurde von der SVP fallengelassen. Leuenberger trat in der Folge aus der Partei aus und wechselte zur Sozialliberalen Bewegung SLB. Er verpasste letzten Herbst aber die Wiederwahl in den Grossen Rat, womit sich seine Amtszeit dem Ende nähert.

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