Wynental

Grossrätin verteidigt Bauprojekt am Böhlerknoten in Unterkulm: «Es braucht diese Lösung»

Renate Gautschy verteidigt das Bauprojekt am Böhlerknoten in Unterkulm. (Fotomontage)

Renate Gautschy verteidigt das Bauprojekt am Böhlerknoten in Unterkulm. (Fotomontage)

Der Unterkulmer Böhlerknoten müsse einen Schritt weiterkommen, sagt die Gontenschwiler FDP- Grossrätin Renate Gautschy. 2018 sind die Beratung des Projekts in der grossrätlichen Kommission Umwelt, Bau, Verkehr und Energie und die Beschlussfassung im Grossen Rat vorgesehen. Die Bauausführung ist von 2021 bis 2023 geplant.

Noch bis zum 12. Dezember liegt das WSB-Eigentrassierungsprojekt in Unterkulm öffentlich auf. Gleichzeitig läuft das Mitwirkungsverfahren, bei dem sich jedermann einbringen kann. Das Projekt wird unterdessen weit über die Gemeindegrenze hinaus heftig diskutiert. In der Kritik steht vor allem der beim Böhlerknoten geplante Kreisel mit Barrieren und Ampeln.

Jetzt nimmt auch Renate Gautschy Stellung, in ihrer Funktion als FDP-Grossrätin und Mitglied der grossrätlichen Kommission Umwelt, Bau, Verkehr und Energie: «Der Böhlerknoten muss trotz den vielen unterschiedlichen Vorstellungen und Meinungen einen Schritt weiterkommen», schreibt sie. Die Bahnübergänge müssten den aktuellen Vorschriften des Bundes entsprechend gesichert und saniert werden.

Für den Böhlerknoten seien Verkehrszählungen durchgeführt und verschiedene Varianten aufgezeigt worden. «Aufgrund der Analyse ist das aufgelegte Projekt die ‹Best-Variante›, ergibt die beste und sicherste Verkehrsleistung mit vertretbarem Aufwand. Beim aktuellen Projekt waren die Gemeinde (Gemeinderat), das BVU, Ingenieure und Landschaftsarchitekten während der ganzen Entwicklung involviert und in enger Zusammenarbeit.»

Ein Tunnel etwa sei derzeit keine Lösung. Die Kostenschätzung dafür betrage rund 300 Millionen Franken. «Für den Bau müssten Strasse und Bahn für ca. zwei Jahre gesperrt werden.»

Ein Verkehrsleitkonzept existiert

Ob Schranken zum Einsatz kommen oder die Bahn im Trambetrieb fahre, müsse bei jedem Knoten separat beurteilt werden, so Grossrätin Renate Gautschy. «In Unterkulm zeigen die Abklärungen auf, dass die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit mit Schranken am besten zu gewährleisten sind.»

Zu den verschiedenen Baustellen im Wynental schreibt sie: «Es gibt ein Verkehrsleitkonzept. Jede Baustelle wird so geplant, dass sie minimale Verkehrsbehinderungen verursacht und die Leistungsfähigkeit der Hauptachse nicht schwächt.» Zum Radweg könne gesagt werden, dass dieser im Wynental abseits der Kantonsstrasse vorhanden sei.

«Die Interessen der Gemeinde wurden im möglichen Rahmen berücksichtigt, so, dass auch die Kosten vertretbar sind. Es ist unsere Aufgabe, dass dieses Projekt umgesetzt werden kann. Dafür müssen wir uns jetzt auf allen Ebenen einsetzen. Das Geschäft ist in einem fortgeschrittenen Stadium.

Die Beratung in der grossrätlichen Kommission UBV und die Beschlussfassung im Grossen Rat sind im Jahr 2018 vorgesehen. Die Bauausführung ist für 2021/23 vorgesehen. Der Verkehr läuft in dieser Zeit. Wenn diese Termine verschoben werden, dann wird es Jahre dauern, bis es zu einer neuen Beratung kommt und ein Ausbau gemacht werden kann.»

Es braucht diese Lösung

Der Kanton Aargau und die Schweiz hätten aufgrund des Wachstums «viele Knoten zu lösen», so Gautschy. «Das Wachstum findet statt, insbesondere auch im Mittleren Wynental. Es braucht diese Lösung. Eine gute, leistungsfähige und sichere Erreichbarkeit der ganzen Region ist eine wichtige Voraussetzung für eine positive Entwicklung von Wohnbevölkerung und Wirtschaft. Dies ist das gemeinsame Interesse von Region und Kanton. Und es ist bei keinem Projekt verboten, während der Ausführungszeit nach Möglichkeit zu optimieren.

Die Bevölkerung wurde durch den Gemeinderat und den Vertretern vom Baudepartement informiert und diese Auskunft bekommen alle Politiker, alle Organisationen und alle Leute, wenn sie beim Baudepartement nachfragen. Was die Zukunft betrifft, ist es unsere Aufgabe, sie zu ermöglichen – im Interesse für Unterkulm und das Wynental.»

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