Muhen

Grosses Fest: Die Gemeinde feiert das 23-Millionen-Schulhaus

Das alte (links) und das neue Schulhaus von Muhen.

Vom 14. bis 17. Mai 2020 feiert ganz Muhen den Schulhaus-Neubau mit einem vielfältigen Festprogramm.

Das neue Müheler Schulhaus mit Mehrzweckhalle ist der ganze Stolz der Gemeinde. Hinter dem 23-Millionen-Projekt steht – ungleich dem Fussballfeld – das ganze Dorf. Um den Neubau zu realisieren, erhöhten die Müheler ihren Steuerfuss um 5 Prozent auf 115 Prozent (inzwischen liegt er wieder bei 112 Prozent).

2020 steht die Eröffnung des Jahrhundertprojekts an. Um einem solchen gerecht zu werden, wird zur Einweihung ein riesiges Dorffest veranstaltet. Vom Donnerstag, 14. bis Sonntag, 17. Mai gibt es im und ums Schulhaus Festhütten, Konzerte, ein Zirkuszelt und Schülerdarbietungen. Kosten: rund 100'000 Franken.

Alex Hürzeler kommt zur Festeröffnung

Für die Schülerinnen und Schüler beginnt der Einstieg ins Fest bereits am Montag vor der Party. Für sie wurde eine Zirkus-Projektwoche organisiert, deren Ergebnis Ende Woche bestaunt werden kann: Die jungen Artisten geben Zirkusvorstellungen im Zelt auf der Wiese beim Parkplatz Färbergasse.

Offizieller Eröffnungsakt ist am Donnerstagabend, für diesen wird auch Bildungsdirektor Alex Hürzeler anwesend sein. Ab Freitagabend gibt es Konzerte (am Freitag spielt Sandra Rippstein, am Samstag AZ-Ton), Luna Park und Festbeizli von den Vereinen. Auch auf der Bühne im Mehrzwecksaal ist immer etwas zu sehen: Bis Sonntag gibt es Showblöcke, etwa von der Gymnastikgruppe, den Tambouren, Karatekämpfern und Zumbatänzern.

Der Samstag beginnt mit dem Jugendfestumzug. Um ein unvergessliches Dorffest zu feiern, wurde das Jugendfest ein Jahr vorgezogen. Eigentlich hätte gemäss dem Vierjahres-Turnus erst 2021 wieder ein Jugendfest stattgefunden. «Das neue Schulhaus ist identitätsstiftend für die nächsten Jahrzehnte» sagt Gemeindeammann Andreas Urech.

Am Sonntag stehen Jazz-Matinee und Gottesdienst auf dem Programm. Den Schlusspunkt am Sonntag setzt die Musikgesellschaft Muhen. Für die vielen Ärbetli, die beim Fest anfallen, werden übrigens noch Helfer gesucht.

Um den engen Bezug von Schulhaus und Bewohnern zu unterstreichen, ist das Festmotto «z’Muhe deheim» gewählt worden. Urech ist als Teil des Organisationskomitees bereits einige Zeit dabei, das Riesenfest zu planen.

Um sich in Dorffest-Stimmung zu bringen, können die Mühelerinnen und Müheler dank dem OK auch Fanartikel erstehen: Baseball-Caps, T-Shirts, Jacken und Schirme können auf der Gemeindeverwaltung, in der Papeterie Dietiker und am Bahnhof bezogen oder dort bestellt werden.

Die Gewerbeausstellung fällt weg

Kürzlich erlitten Andreas Urech und seine OK-Kollegen einen Rückschritt: Die Gewerbeausstellung Muga, die als Teil des Dorffests geplant gewesen wäre, fällt weg. Der Müheler Gewerbeverein wollte auf dem Schulhaus-Vorplatz (Lindenplatz) zur Hauptstrasse hin ein 900-Quadratmeter-Zelt für die Gwerbler aufstellen. An Muhens viertägigem Fest hätte die Muga nach 10 Jahren ein Comeback gefeiert.

«Der Gewerbeverein teilte uns mit, dass die Kosten für die Infrastruktur zu teuer kämen und er deswegen die Teilnahme zurückziehen müsse», so Urech. Das OK sucht jetzt nach Alternativen.

Bis zum Fest wird der Platz mit Linden bepflanzt sein, die Bänken und einem Spielplatz Schatten spenden. Und: Ein alter Bekannter ist zurückgekehrt. Das Spielschiff, das für die Bauarbeiten weichen musste und nun von der «Waldeck» wieder aufs Schulareal gezügelt wurde.

Umzug im Frühling statt an Weihnachten

Rückschritte musste der Gemeinderat auch in Bezug auf den Bauplan in Kauf nehmen. Ursprünglich hoffte man auf eine Eröffnung im Sommer 2019. Dies erkannte man aber schon vor Baubeginn als unrealistisch und änderte das Einweihungsdatum auf Ende 2019.

Wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten ist der definitive Termin auf den Schulbeginn nach den Frühlingsferien im April gerutscht. Wie Andreas Urech sagt, wurden etwa die Umgebungsarbeiten wegen eines Problems beim Belag zeitlich nach hinten verschoben.

Ausserdem konnte der Boden der Turn- und Mehrzweckhalle nicht rechtzeitig eingebaut werden, weil es Probleme mit Holzverkleidungen an den Wänden gab. Gross ins Geld gehe diese Verspätung jedoch nicht, sagt der Ammann. Die zusätzlichen Baukosten seien minim, einzig die vier weiteren Monate «Waldeck»-Miete für den Schulunterricht ergäben 30 000 bis 40 000 Franken Mehrkosten.

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