Es ist das zweite Mal innerhalb von nur zwei Wochen, dass im Uerkner Wasserleitungsnetz Wasser verloren geht. Das erste Leck konnte nun geortet und repariert werden. Dies ist auf die schnelle Reaktion des Gemeinderates zurückzuführen. Am Tag der Gemeindeversammlung vor rund zwei Wochen hat der Brunnenmeister einen hohen Wasserverlust festgestellt, der auf ein Leck hindeutete. An der Gmeind am Abend bat der Gemeinderat die Hausbesitzer, ihre Wasseruhren auf einen unerklärlichen Wasserverbrauch hin zu kontrollieren. Allfällige Unregelmässigkeiten oder komische Geräusche an der Wasserleitung sollten der Gemeindeverwaltung oder dem Brunnenmeister gemeldet werden.

Leck bei der Turnhalle geortet

Kurz danach konnte im Oberdorf ein Leck im Bereich eines völlig durchgebrochenen Hausanschlusses geortet werden. Dieses wurde mittlerweile repariert.

Doch vor wenigen Tagen meldete die Gemeinde, dass weiterhin Wasser verloren gehe. «Der Pegelstand hat sich noch nicht erholt, deshalb müssen wir von einem weiteren Wasserverlust ausgehen», sagt Gemeindeschreiber Hans Stadler. Die Gemeinde bittet wiederum die Bevölkerung um Mithilfe, Feststellungen über aufstossendes Wasser oder Geräusche an den Wasserleitungen zu melden.

Einen ersten Erfolg konnte der Brunnenmeister Werner Siegrist gestern Nachmittag verzeichnen. Bei der Turnhalle ortete er ein Leck. Doch er geht davon aus, dass es ein weiteres Leck gibt: «Im Leitungsnetz gehen rund 50 bis 60 Liter Wasser pro Minute verloren, beim Leck bei der Turnhalle geht wahrscheinlich weniger Wasser verloren.» Bereits hat der Brunnenmeister in der Bergstrasse Geräusche in der Wasserleitung gehört. Auch diesen geht er nun nach.

Wasserleitungen zum Teil älter

Vor 50 bis 70 Jahren wurde die Wasserversorgung in Uerkheim aufgebaut. Es gebe immer noch Leitungen, die aus dieser Zeit stammen. «Das sind gusseiserne Leitungen, die nun Jahrzehnte lang gehalten haben», sagt Stadler. Ab und zu gäbe es nun des Alters wegen einen Leitungsbruch. Doch man versuche, kontinuierlich im Rahmen von Strassensanierungen auch die Wasserleitungen zu erneuern. So wurde an der Gmeind einem Kredit von 225 000 Franken für die Erneuerung der Wasserleitungen im Gebiet Hinterwil im Rahmen des Ausbaus der Kantonsstrasse zugestimmt.

Nun hofft die Gemeinde, dass möglichst schnell alle Lecks geortet werden können. Kontinuierlich wird laut Stadler der Pegelstand kontrolliert und Hinweisen wird sofort nachgegangen.