Aufmerksamen Beobachtern ist eine Spalte aufgefallen, die sich senkrecht über den Staffelbacher Findling zieht. Und die Frage wurde laut: Droht der Riesenbrocken etwa in zwei Stücke zu zerfallen?

Die az ist der Sache nachgegangen. «Der Stein wird offenbar genau betrachtet. Das freut uns», sagt Lea Kiefer, Fachspezialistin Rohstoffe und Geologie beim Kanton Aargau, und gibt Entwarnung – zumindest für den Moment: «Die Spalte war schon vor dem Transport vorhanden.»

Der 124 Tonnen schwere erratische Block, ein Zeitzeuge der Eiszeit, wurde vergangenen Oktober aus der Kiesgrube Stoltenrain geborgen und am Ortseingang platziert. Seither erfreut er sich grosser Beliebtheit, wie die Geologin weiss. Und er ist der Witterung ausgesetzt. Regen und Schnee haben den Dreck vom Brocken gespült und die Spalte sauber ausgewaschen. Darum fällt sie jetzt ins Auge. Der Verwitterungsprozess wird fortschreiten.

Lea Kiefer sagt: «Spalten bieten immer einen guten Ansatzpunkt für die Verwitterung. Wie schnell diese aber vonstattengeht, ist von vielen Faktoren abhängig und kann nicht genau abgeschätzt werden. Ein schnelles Auseinanderbrechen sollte aber nicht zu befürchten sein.» Übrigens: Der Stein ist immer noch ohne Namen. Ein Wettbewerb im Herbst soll ihm zu einem verhelfen.

Fünf Stunden in 1,5 Minuten: Des Findlings kleine, aber spektakuläre Reise. (13. Oktober 2016)