Uerkheim

Grosse Emotionen an Räbmatter-Empfang: «Nick, dieser Kranz gehört auch ein Stück weit dir»

Der Kranzschwinger Patrick Räbmatter wurde von den Uerknern gefeiert.

«Als ich mit dem Schwingen anfing, hätte ich nie davon geträumt, einmal hier zu stehen. Und nun tue ich es schon zum zweiten Mal.» Patrick Räbmatter kam gestern vor Emotionen ins Stocken, als er an seinem Empfang zu den Uerkner Kompatrioten sprach. Um die 300 Leute empfingen ihren Schwingerhelden, inklusive Musikgesellschaft und Turnverein. «Es ist sehr speziell», sagte Gemeindeammann und Papa Herbert Räbmatter, «wenn man in offizieller Funktion den eigenen Sohn abholen darf.»
Auf einem Sofa, das von einem Traktor getragen wurde, hielt «Räbi» auf dem Turnhallenplatz Einzug. Mit seinem Eidgenössischen Kranz aus Eichenlaub auf dem Haupt sah der muskelbepackte Schwinger aus wie ein römischer Feldherr beim Siegeseinzug nach gewonnener Schlacht. Seinen zweiten Eidgenössischen brachte er vom Schwing- und Älplerfest in Zug nach Hause (den ersten brachte er 2016 aus Estavayer-le-Lac mit).


Der Quad mit der Farbe der Feuersteins
Und das Zuhause ist nicht nur Uerkheim, sondern auch der Schwingklub Zofingen und Umgebung. Dessen Präsidentin Silvia Wilhelm deutete auf den nagelneuen orangen Quad neben dem Podest, den «Räbi» – von Beruf Chauffeur und Disponent – vom Zuger Gabentisch ausgewählt hatte. Das Gefährt habe dieselbe Farbe wie die Steinzeit-Tracht von Fred Feuerstein, dessen Jubelruf «jabadabadu!» Räbmatter für seine Schwingersiege übernommen hatte.
Markus Birchmeier, Präsident des Aargauer Schwingverbands, hatten die Tränen beeindruckt, die das 27-jährige Kraftpaket nach seinem entscheidenden (Kranz-)Sieg vergossen hatte. Man habe gespürt, wie hoch der Druck gewesen sei, der sich über die Saison bis zum Eidgenössischen aufgebaut hatte und der mit einem Mal von ihm gefallen sei. «Du bist ein Mensch mit Emotionen.» Diese bewies Räbmatter sogleich, als er seinem Schwingkollegen Nick Alpiger dankte, dass dieser trotz Verletzung zurück nach Zug gekommen war, um die Nordwestschweizer Schwinger anzufeuern: «Danke Nick, dieser Kranz gehört auch ein Stück weit dir.»

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