Unihockey
Gratiseintritt für Cup-Knaller: Lok Reinach empfängt Schweizer Topteam

Unihockey-1.-Ligist Lok Reinach empfängt im Schweizer Cup den NLA-Vertreter Rychenberg Winterthur, der klarer Favorit ist. Für den Verein ist das Match eine grosse Sache. Vereinspräsident Riccardo Belluz hofft auf eine grosse Fangemeinde.

Ruedi Burkart
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Am Sonntag sind die Winterthurer NLA-Cracks mit Benjamin Broth (links, hier gegen Wiler-Ersigens Daniel Sebek) in Reinach zu Gast. (Archiv)

Am Sonntag sind die Winterthurer NLA-Cracks mit Benjamin Broth (links, hier gegen Wiler-Ersigens Daniel Sebek) in Reinach zu Gast. (Archiv)

Marcel Bieri

Es geht gleich richtig los für die Wynentaler Unihockeyaner. Nach dem Saison-Eröffnungsspiel am kommenden Samstag gegen Fribourg (siehe Box) spielen sie nur 24 Stunden später erneut. Am Sonntag fordern sie in der vierten Runde des Schweizer Cups den haushohen Favoriten Rychenberg Winterthur heraus. Anpfiff ist in der Reinacher Pfrundmatthalle um 17 Uhr.

Reinachs Vereinspräsident Riccardo Belluz freut sich auf den Vergleich mit einer der besten Schweizer Mannschaften. Auch wenn die Chancen auf eine positive Überraschung natürlich äusserst gering sind. «Es ist ein grosser Moment für unseren Verein. Und eine willkommene Gelegenheit, den Unihockeysport in unserer Gegend bekannter zu machen.»

Um eine möglichst grosse Fangemeinde in der Halle begrüssen zu können, offeriert Lok Reinach allen Matchbesuchern einen Gratiseintritt. Belluz: «Wir hoffen auf einen guten Umsatz in der Beiz. Und 300 Zuschauer in der Halle. Dann wären wir sehr zufrieden.»

Das grosse Ziel: Aufstieg in die Nationalliga B

Mit einem Heimspiel gegen Fribourg und vielen Hoffnungen steigt das Reinacher Fanionteam am kommenden Samstag in die neue 1.-Liga-Saison (17 Uhr, Pfrundmatt Reinach). Auch wenn es im Kader und im Staff personelle Änderungen gegeben hat, das Ziel bleibt das gleiche wie in der vergangenen Spielzeit. Die Wynentaler wollen endlich die Rückkehr in die Nationalliga B schaffen. Zur Erinnerung: Im Frühling 2010 spielten sie noch in der Nationalliga A. Letzte Saison scheiterten die Reinacher Unihockeyaner als Dritte der Qualifikation im Playoff-Halbfinal am nachmaligen Aufsteiger Schüpbach. In der neuen Saison muss Lok Reinach ohne Torhüter Thomas Frank, Offensivkraft Lukas Allamand und ohne Assistenzcoach Roman Galli auskommen. Trotzdem geht man im Team von Magnus Hedlund – er orchestriert in seiner vierten Saison als Trainer die Reinacher – optimistisch ans Werk. Denn wie schon in den letzten Jahren zählen neben Startgegner Fribourg und NLB-Absteiger Eggiwil auch die Wynentaler zu den Favoriten der Gruppe. (rubu.)

Verdient haben sich Trainer Magnus Hedlund und seine Mannen das sonntägliche Kräftemessen mit dem letztjährigen NLA-Siebten mit zwei klaren Erfolgen in den ersten beiden Cup-Runden gegen die unterklassigen Bubendorf und Obersiggenthal sowie einem überraschenden 5:4-Erfolg gegen Schüpbach. Der Erfolg gegen den letztjährigen Gruppengegner kann auch als süsse Revanche für das Scheitern in den Playoffs des vergangenen Frühlings angesehen werden.

«Klassespieler wie jene von Rychenberg Winterthur einmal hautnah spielen zu sehen, darauf freuen wir uns alle», so Belluz. Die Stars Fredrik Holtz, Mikko Hautaniemi und Kari Koskelainen werden am kommenden Sonntag für Stimmung sorgen.

Neuer Ausrüstervertrag

Einen Erfolg verbuchen konnten die Reinacher Unihockeyaner bereits bevor das erste Tor geschossen ist. Man durfte in der Sommerpause einen neuen Ausrüstervertrag unterschreiben. «Wir haben nun die Möglichkeit, alle unsere Teams mit einheitlichen Tenüs auszustatten», so Belluz. Man sei mit der neuen Lösung sehr zufrieden.

So ist es leichter zu verschmerzen, dass die Reinacher am kommenden Wochenende noch in den alten Trikots antreten müssen. «Mit der Lieferung der neuen Ausrüstung wird es zeitlich sehr eng. Leider reicht es noch nicht auf unser Eröffnungswochenende», sagt der Vereinspräsident.

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