Reinach

Geplante Moschee im Wynental: Reichen 47 Parkplätze?

Eine Visualisierung des geplanten Zentrums «Tulipan» in Reinach.

Seit Montag liegt das Baugesuch für das umstrittene Neubau-Projekt in Reinach vor.

Das Projekt für den grössten Moschee-Neubau im Kanton Aargau sorgt seit seinem Bekanntwerden letzte Woche für intensive Diskussionen. Dabei spielen Emotionen eine wichtige Rolle – obwohl die albanisch-islamische Gemeinschaft Reinach bisher offensiv orientiert und sich der Gemeindeammann lobend über das Vorhaben geäussert hat («ein Brückenschlag zwischen Religionen und Kulturen»).

Kurt Weber ist noch Grundeigentümer

Die Profile an der Mattenstrasse stehen. Seit gestern liegt der «Neubau Kulturzentrum» auf der Bauverwaltung auf (bis 12. November). Als Erstes fällt auf, dass als Grundeigentümer nicht der Kulturverein, sondern der Generalunternehmer Kurt Weber angegeben wird. Letzte Woche hatte es noch geheissen, die Gemeinschaft habe das Grundstück bereits gekauft. Die Gesamtinvestitionen wurden mit 5 Millionen Franken beziffert. Laut Baugesuchsmappe betragen die reinen Baukosten (ohne Land) 4,1 Millionen Franken. Das Grundstück ist 26,52 Aren grossen.

Keine Angaben zum Saal-Fassungsvermögen

Auf der Baugesuchsmappe steht: «Kulturzentrum mit Mehrzweckhalle, Gastronomie, Kita und Büroräume». In den Unterlagen gibt es keine Angaben über das Fassungsvermögen der Räume (Anzahl Personen). Es hat nur Quadratmeterangaben: So wird der Mehrzweckraum mit Bühne 506 Quadratmeter gross. Dazu kommt eine Galerie mit 220 Quadratmetern. Und die Gastronomie 177 Quadratmeter (zusätzlich Küche 35 Quadratmeter).

Bau kommt in die Arbeitszone A1

Das 13,65 Meter hohe Gebäude soll in der Arbeitszone A1 errichtet werden. Hier sind explizit auch Dienstleistung und Gastronomie erlaubt. Geheizt wird mit Gas. Eine Herausforderung bei derartigen Projekten sind die Parkplätze: Laut dem Baugesuch wird «Tulipan» im Untergeschoss über 32 Abstellplätze und ebenerdig über 15 Parkplätze verfügen.

Laut einer Berechnung wären nur 38 Plätze nötig. Die Bauherren wollen mit Nachbarn, etwa Aldi, über eine Nutzung von deren Parkplätzen reden – für Anlässe mit Grossansturm. 

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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