Burg
Gemeinderat tritt zurück nachdem ein Unbekannter seine Tiere quälte

Zweieinhalb Jahre war Beat Sommerhalder im Gemeinderat von Burg. Nun ist Schluss. Per sofort tritt Sommerhalder zurück. Nachdem seine Schafe verstümmelt und alle seine Fische getötet wurden, hat er Angst vor weiteren Attacken.

Aline Wüst
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Beat Sommerhalder mit einem der Schafe, welchem die Ohren coupiert wurden

Beat Sommerhalder mit einem der Schafe, welchem die Ohren coupiert wurden

Emanuel Freudiger

Der erste Vorfall ereignete sich bereits im Februar. Ein Unbekannter schnitt vier Lämmchen und dem Bock die Spitze der Ohren ab. Ein Lamm starb, weil ihm sogar ein Bein abgetrennt worden war.

Doch damit nicht genug: Sommerhalders Kaninchen samt Jungen sowie seine Forellen wurden gestohlen. Nachdem letzte Woche eines morgens alle seine Goldfische tot waren, hatte er genug und entschloss sich sein Amt als Gemeinderat zu beenden. Beat Sommerhalder ist überzeugt, dass die Attacken mit seinem Amt zu tun haben.

Gemeinderat zeigt Verständnis für Rücktritt

Der Burger Gemeinderat schreibt in seiner Medienmitteilung: «Es ist naheliegend, dass Beat Sommerhalder unter diesen Umständen aus Sorge um die Sicherheit seiner Familie und seiner Tiere die Konsequenzen gezogen und sein Amt aufgegeben hat. Der Burger Gemeinderat bedauert die Vorkommnisse, die zum Rücktritt führten ausserordentlich.»

Beat Sommerhalder habe die technischen Bereiche mitbetreut und sich «enorm für die Gemeindestrassen und das Bauamt eingesetzt». Diese Aufgaben seien ihm sehr gelegen und er habe sich in diesem Umfeld auch stark exponieren müssen, so der Gemeinderat.

Polizei bittet Bevölkerung um Unterstützung

Nun wird Bevölkerung um Unterstützung bei den polizeilichen Ermittlungen gebeten: Hat jemand Beobachtungen gemacht, die irgendwie Misstrauen erweckt haben? Ist Ihnen jemand aufgefallen, der sich in verdächtiger Weise um und im Tiergehege bewegt hat? Konnten Sie irgendwo einen Ausspruch hören, nach dem Motto: «Dem zeigen wir es schon noch»?

Für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen, ist eine Belohnung bis zu 1000 Franken ausgesetzt worden. Hinweise nimmt die Kantonspolizei, Bahnhofstrasse 5B, 5734 Reinach, Telefon 062 765 50 00, entgegen.