Leimbach

Gemeinderat sagt 1.-August-Feier ab, weil der Bauer für seine Wiese Geld wollte

Streit um 1.-August-Feier in Leimbach.

Streit um 1.-August-Feier in Leimbach.

Einmütig haben die Leimbacher in den letzten Jahren den Geburtstag der Schweiz gefeiert – wie einst die Eidgenossen draussen auf der grünen Wiese. Heuer aber ist die 1.-August-Feier abgeblasen. Wegen eines Zwists zwischen dem Gemeinderat und dem Pächter der Feierwiese.

Der Grund: Um das Stück Grasland, wo das Fest bisher stieg, ist es zum Zerwürfnis zwischen Gemeinde und Pächter gekommen. Der Pächter wolle die Schlössliwiese nicht mehr unentgeltlich zur Verfügung stellen, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Man werde immer zu kurzfristig informiert und vermisse ein Dankeschön für die geleistete Arbeit, kontert der Pächter in einem Leserbrief an das «Wynentaler Blatt».

Für den Gemeinderat steht fest: Weil die Bundesfeier bisher losgelöst vom Gemeindebudget selbsttragend finanziert wurde, sei eine Entschädigung nicht möglich. Also werde auf die Durchführung der Feier verzichtet. Der Pächter fragt sich, warum die Gemeinde nicht einen kleinen Obolus leisten könne, wo doch alle ehrenamtlich arbeiten würden? Man erwarte ja nicht ein grosses Feuerwerk oder Gratiswurst für alle und schon gar nicht teure Redner wie anderswo – aber vielleicht ein Gratisbier, ein kleines Dankeschön für alle Helfer. Bier hin. Wurst her. Das gemeinsame Fest ist jedenfalls im Eimer – es sei denn, es tun sich ein paar Leimbacher Eidgenossen zusammen und starten auf irgendeiner anderen grünen Wiese neu. (rap)

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