Am 25. September wählen die Attelwilerinnen und Attelwiler den Nachfolger von Heinz Portmann, der nach sechs Jahren als Gemeinderat auf den 31. Dezember dieses Jahres aus privaten und beruflichen Gründen demissioniert. Zur Wahl stehen Samuel Morgenthaler (66) und Simon Hauri (40). Morgenthaler war bereits in den 80er- und 90er-Jahren während 12 Jahren im Attelwiler Gemeinderat.

«Nun habe ich ja wieder Zeit für dieses Amt», sagt der 66-jährige pensionierte Landwirt. «Es ist wichtig, dass wir Bauern im Gemeinderat vertreten sind, denn es gibt einige Themen in diesem Bereich, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden.» So nennt er nebst dem Hochwasserschutz auch die Melioration und das Rückhaltebecken. Samuel Morgenthaler ist zurzeit Mitglied der Steuerkommission in Attelwil.

Auch Simon Hauri ist Landwirt und bewirtschaftet zusammen mit seinem Bruder den elterlichen Hof. Er arbeitet aber auch als Zimmermann. Hauri ist verheiratet und Vater von drei kleinen Kindern. Er ist in Reitnau aufgewachsen, zog aber der Liebe wegen nach Attelwil. Seine Frau ist Kindergärtnerin. Simon Hauri ist parteilos. «Mir sagen die Ressorts, die Heinz Portmann betreute, sehr zu», sagt Simon Hauri. «Deshalb und auch weil mich einige Einwohner von Attelwil dazu motiviert haben, kandidiere ich nun für den Gemeinderat.»

Attelwils Gemeindeammann Roger Lehner freut sich, dass sich zwei Kandidaten zur Wahl stellen und die Bevölkerung so eine Auswahl bekommt.

Zwar wird Samuel Morgenthaler der einzige Kandidat sein, der auf dem Stimmzettel erscheint. Dies weil sich Simon Hauri erst nach dem offiziellen Anmeldeschluss vom 12. August dazu entschieden hat, zu kandidieren. Wählbar sind aber beide. Erzielt keiner der beiden im Dorf bestens bekannten Kandidaten am 25. September das absolute Mehr, kommt es später zu einem zweiten Wahlgang.

Beide Kandidaten in Arbeitsgruppen

Sowohl Samuel Morgenthaler wie auch Simon Hauri sind in einer der Arbeitsgruppen zur Fusionsanalyse Attelwil-Reitnau aktiv. Zu einem möglichen Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde wollen sie sich vor Abschluss der Arbeiten aber nicht äussern. «Es müssen zuerst alle Bereiche genaustens analysiert werden und erst dann kann ich mich zu einer möglichen Fusion mit Reitnau äussern», sagt Simon Hauri. Zuerst konzentrieren sich beide Kandidaten aber noch auf den Wahlkampf.