Es sei dem Gemeinderat ein Anliegen, Menziken zu bewegen, sagte Gemeindeammann Annette Heuberger bei ihrer Begrüssung. «Wir haben unter anderem alle Betriebe eingeladen und dabei gestaunt, wie viele Gewerbe und KMU es gibt in unserem Dorf.»

Der Menzo-Treff soll eine Plattform sein für den Austausch, um Kontakte zu knüpfen. «Deshalb haben wir auch darauf verzichtet Stühle in den Saal zu stellen», sagte Heuberger. «Wir wollen uns bewegen und die Gelegenheit zum Gespräch nutzen. Die Mitglieder der Behörde suchten den Kontakt zu den Gästen, erklärte Heuberger, «machen Sie nicht die Faust im Sack, wenn Ihnen etwas missfällt, sondern sagen Sie es uns.»

Letzte Parzelle ist das «Filetstück»

Mit einem Blick auf die kommende Gemeindeversammlung erklärte der Gemeindeammann, die Behörde möchte den weitsichtigen Weg ihrer Vorgänger weitergehen und deshalb mit dem Kauf der Liegenschaft Waag-Pub die Zone für öffentliche Bauten im Ortskern arrondieren. «Diese letzte Parzelle ist das Filetstück des Ganzen», erklärte Annette Heuberger.

Einen weiteren Grund dafür, dass der Menzo-Treff ins Leben gerufen wurde, erwähnte Heuberger am Schluss. Man rede dauernd von Nutzen, von Planung, von Arbeitsplätzen, «und dabei vergisst man plötzlich, was man hat, nämlich Sie.» Deshalb wolle die Behörde künftig jeweils am zweiten Mittwoch im Mai in den Gemeindesaal einladen.

Scharfzüngig und pointenreich

Zur Überraschung trat der Kabarettist Edgar Zimmermann auf die Bühne. Für Menziken schlüpfte er in die Rolle des Konfettiverkäufers. Etwas Lustiges und Besonderes? Bei Zimmermann schon, denn er pries den Zuhörern handgemachte Mehrwegkonfetti, feuchtigkeitsresistent in Folie eingeschweisst, an. Weil man jedes Stück mehrmals werfen könne, sagte Zimmermann, sei der Preis von 9 Franken pro Stück durchaus gerechtfertigt. Nach einem witzigen Exkurs in die allgemeine Politik liess Zimmermann die Zuhörer merken, dass er Bescheid wusste über das aktuelle Geschehen im Oberwynental.

Die Menziker würden der Behörde vertrauen, erklärte er, an der letzten Gmeind seien 96,4 Prozent zu Hause geblieben, «nur 3,6 Prozent wollten die Gemeinderäte sehen. Kaum war Zimmermanns letzter Pointe applaudiert worden, genossen die Gäste den Apéro, unterhielten sich und knüpften eifrig an ihren Beziehungsnetzen.