Schöftland
Gemeinden sagen Ja zur Suhrentaler Schulfusion: Nun wird fleissig gebaut

Die Kreisschule Oberstufe Oberes Suhrental (KOOS) wird vollständig in die Schule Schöftland integriert. Der Bau des neuen Schulzentrums wird 2019 fertiggestellt sein.

Melanie Eichenberger
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Die Voraussetzung für die Oberstufenfusion im Suhrental. Das Schulzentrum Schöftland, das 2019 fertig wird. Noch verdecken Plachen den Holzbau.

Die Voraussetzung für die Oberstufenfusion im Suhrental. Das Schulzentrum Schöftland, das 2019 fertig wird. Noch verdecken Plachen den Holzbau.

Urs Helbling

Die Oberstufenschüler aus dem Suhren- und Ruedertal werden künftig alle in Schöftland die Schulbank drücken. Mit Reitnau hat am Montag die letzte der sechs Gemeinden der Kreisschule Oberstufe Oberes Suhrental (KOOS) Ja zum grossen Zusammenschluss der Oberstufen-Schule gesagt.

An der Gemeindeversammlung waren 109 der 865 Stimmberechtigten anwesend. Zur KOOS gehören die Gemeinden Attelwil, Kirchleerau, Moosleerau, Reitnau, Staffelbach und Wiliberg. Alle haben dem Zusammenschluss zugestimmt. Im Falle von Reitnau wurde er mit einer grossen Mehrheit genehmigt.

Von den heutigen KOOS-Standorten wird keiner erhalten bleiben: Bereits ab dem Schuljahr 2020/21 werden die Realschüler in Schöftland unterrichtet. Für die Sekundarschule gilt eine zweijährige Übergangsphase, während dieser ein Teil der Schüler in einem befristeten Aussenstandort zur Schule gehen.

Ob sich dieser in Staffelbach oder Reitnau befindet, ist noch offen. Ab 2023 ist Schöftland der einzige Oberstufenstandort von Hirschthal bis Reitnau und von Holziken bis Schmiedrued. Laut Vertrag gehören ab dem Schuljahr 2020/21 insgesamt elf Gemeinden zum Schulkreis Schöftland.

Keine neuen Schulhäuser nötig

Die Voraussetzung für den nun beschlossenen Zusammenschluss war der Bau des neuen Schöftler Schulzentrums. Dieses wird 2019 fertiggestellt sein. Die beiden Obergeschosse des 6,7-Millionen-Projekts werden als Holzbau gebaut. Im neuen Gebäude werden Lehrerzimmer, Schulleitungsbüros und der Mittagstisch untergebracht. Durch den Umzug der «Schulverwaltung» wird in den Schulgebäuden nebenan Schulraum frei, der für die neu nach Schöftland kommenden Schüler benötigt wird.

Anders als bei der Kreisschule aargauSüd wird die KOOS vollständig in die Schule Schöftland integriert. So wird es auch keinen Kreisschulrat mit Vertreter aller Gemeinden geben. Grund dafür sind die zu geringen Schülerzahlen, die aus den sechs Gemeinden dazu kommen. Es wird jedoch zwei Schulpflegen geben, die aus fünf Vertretern aus Schöftland bestehen und einer «erweiterten Schulpflege» aus fünf Vertretern der anderen Gemeinden. Die fünfköpfige Schöftler Schulpflege hat bei Abstimmungen jedoch nur drei Stimmrechte, damit sie bei Entscheiden nicht überhandnimmt.

Kreisschule aargauSüd auf Zielgeraden

Der Schulfusion im Wynental steht ebenfalls nichts mehr im Weg. Bis auf zwei Gemeinden (Beinwil am See und Oberkulm) haben die neun übrigen Gemeinden über das Grossprojekt Kreisschule aargauSüd bereits abgestimmt. Sieben haben Ja gesagt.
Die Gontenschwiler Gmeind hat das Projekt klar abgelehnt: «Ein Projekt von elf Gemeinden soll nicht auf den Schultern von einer Gemeinde ausgetragen werden», sagte Frau Gemeindeammann Renate Gautschy an der Gmeind vergangenen Freitag. Die Birrwiler haben das Traktandum an den Gemeinderat zur Überarbeitung zurückgewiesen. Der Souverän war nicht zufrieden, dass der Gemeinderat keine weiteren Abklärungen gemacht hat. So etwa ein mögliches Zusammengehen mit anderen Schulen in Seengen oder Seon. Die Kreisschule kommt auch ohne Gontenschwil und Birrwil zustande: Von den 11 Gemeinden haben bisher 7 zugestimmt. (mei)

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