Schöftland

Gemeindeinitiative gegen WSB-Projekt «Hegmatte» kommt zustande

Geht es nach dem Willen der Initianten, sollen auf dem Gebiet Hegmatte in Schöftland keine neue Betriebsgebäude für die WSB entstehen.

Geht es nach dem Willen der Initianten, sollen auf dem Gebiet Hegmatte in Schöftland keine neue Betriebsgebäude für die WSB entstehen.

Die nötigen Unterschriften wurde im Rekordtempo gesammelt. Am Montag hat die Aktionsgruppe um Bernhard Hürzeler und Severin Lüscher die Initiative mit 467 Unterschriften bei der Gemeindekanzlei Schöftland eingereicht.

Sie wollen verhindern, dass auf dem Gebiet der Hegmatte (zwischen Suhrentalstrasse und Suhre) WSB-Anlagen und Siedlungsfläche entstehen: die Mitglieder von «Pro Landwirtschaftszone Hegmatte».

Dafür hat der Verein kürzlich die Unterschriftenaktion für eine Gemeindeinitiative gestartet, mit der die «Hegmatte» (aktuell Landwirtschaftszone) durch eine sie überlagernde Landschaftsschutzzone vor einer Überbauung geschützt werden soll. Sie wollen damit verhindern, dass 10 Hektaren Kulturland überbaut werden könnten.

467 Unterschriften

Die nötigen Unterschriften hat der Verein jetzt im Rekordtempo von knapp vier Wochen gesammelt. Am Montag hat die Aktionsgruppe um Bernhard Hürzeler (ehemaliger SP-Grossrat) und Severin Lüscher (Grossrat Grüne) die Initiative mit 467 Unterschriften (ca. 300 wären nötig) bei der Gemeindekanzlei Schöftland eingereicht. Dies jedoch, bevor der Kanton bekannt gegeben hat, ob der Initiativtext rechtlich gültig ist.

Es ist also noch möglich, dass die Initiative für ungültig erklärt wird. «Wir nehmen dieses Risiko in Kauf», sagt Bernhard Hürzeler. Die Initianten wollen noch vor der Gemeindeversammlung vom 19. November Druck erzeugen, wie er sagt. An der Gmeind wird über die neue Bau- und Nutzungsordnung (BNO) abgestimmt, die die Pläne für die «Hegmatte» zwar noch nicht einschliesst, von der die Initianten aber glauben, dass sie den Weg für eine Überbauung bereits ebnet.

Vor heisser Debatte im Grossen Rat

Im September ging die Vernehmlassung über die kantonalen Richtplanänderungen betreffend «Zentrumsentwicklung Schöftland; Festsetzungen neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn» zu Ende. SP, Grüne und GLP lehnen die Änderungen ab, FDP und CVP stimmen klar zu. Zünglein an der Waage bei der Abstimmung im Grossen Rat wird die SVP sein. Die Partei unterstützt zwar die Richtplananpassung, wegen der «Fruchtfolgefläche, welche für immer verschwinden wird», jedoch mit einem etwas unguten Gefühl.

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