Kölliken
Gemeindeammann Brauen: «Das Ergebnis der Planung ist völlig offen»

Köllikens Gemeindeammann Roland Brauen schliesst nicht aus, dass ein neuer Ort für die Gemeindeverwaltung in Betracht gezogen werden könnte. Auch die Planung für einen neuen Dorfplatz ist völlig offen.

Lilly-Anne Brugger
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Gemeindeammann Roland Brauen auf dem Dorfplatz vor dem Kölliker Schulzentrum.

Gemeindeammann Roland Brauen auf dem Dorfplatz vor dem Kölliker Schulzentrum.

Lilly-Anne Brugger

Herr Brauen, der Schulhausneubau, dessen Spatenstich im Herbst erfolgt, ist der erste von mehreren Schulbauten in Kölliken. Was kommt da noch?

Roland Brauen: Geplant ist, am Primarschulhaus Raumänderungen vorzunehmen und Nebenräume anzubauen. Und am künftigen Oberstufenschulhaus, dem jetzigen Bezschulhaus, soll ebenfalls ein Anbau realisiert werden.
Kann sich Kölliken diese Schulbauten leisten?

Wenn alle Schulstufen angeboten werden sollen, dann müssen wir uns das leisten und die entsprechenden Vorgaben für die Schule einhalten. Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gmeind über den Umfang der Pflichtaufgabe.

Haben die Schulhausbauten Auswirkungen auf den Steuerfuss?

Wir haben schon mehrmals angekündigt, dass die Steuern steigen werden. Für 2014 ist eine Erhöhung auf 120 Prozent vorgesehen. Für 2013 konnten wir den Steueranstieg nur knapp verhindern. Im nächsten Jahr werden wir aber vermutlich nicht darum herumkommen.

Dank der vielen neuen Schulräume können die Schulzimmer im Gemeindehaus aufgelöst werden. Ist dann das Gemeindehaus genügend gross für die Verwaltung?

Wir haben nie gesagt, das Gemeindehaus reiche nicht für die Gemeindeverwaltung. Als wir die Variante mit dem Anbau diskutiert haben, war ja auch immer klar, dass das Gemeindehaus genügend gross ist. Bei einer Nutzung in bestehendem Volumen müsste die Verwaltung jedoch auf drei bis vier Etagen verteilt werden und das wäre für den Betrieb nicht optimal.

Das heisst, eine neue Gemeindeverwaltung steht nicht mehr zur Diskussion?

Das möchte ich so auch nicht sagen. Wir wissen ja nicht, was auf dem Dorfplatz entstehen wird. Da wird in nächster Zeit eine Testplanung durchgeführt. Das Ergebnis der Planung ist völlig offen, nichts ist auszuschliessen.

Sind denn schon Ideen für die Testplanung vorhanden?

Ideen, was in ein Zentrum gehört, sind viele vorhanden. Wir müssen diese nun auf ein vernünftiges Level bringen. Wenn die Gemeindeversammlung die entsprechenden Mittel bewilligt, wird ein Büro die Testplanung organisieren und moderieren. Es ist wichtig, dass auch die Sicht von aussen reinkommt. Vielleicht sind wir etwas betriebsblind geworden.
Der Verkauf des Dorfplatzes ist laut Finanzplanung für 2015 vorgesehen. Wenn die Testplanung bis dann nicht abgeschlossen ist, fehlt dann das Geld für die Schulhäuser?

Dann müssen wir das Geld anders beschaffen, beispielsweise über Darlehen. Der Dorfplatz gehört ja trotzdem noch zu unserem Gemein- devermögen. Ausserdem ist der Finanzplan nicht sakrosankt. Vielleicht müssen wir dann einige Vorhaben verschieben. Auch das ist Teil einer Finanzplanung.
Welche Projekte werden Sie verschieben?

Wir haben Wunschprojekte und Pflichtprojekte. Die Badi ist beispielsweise ein Wunschprojekt oder die Neugestaltung des Museums. Wobei wir uns diesen Wunsch nun erfüllt haben. Bei der Badi sind ganz klar Dringlichkeiten vorhanden, der Ausführungszeitpunkt des Gesamtprojekts muss sich jedoch auch nach unseren finanziellen Möglichkeiten richten.Wenn Sie sich dieses Jahr etwas wünschen könnten für Kölliken, was wäre das?
Ich wünsche mir, dass wir mit der Schulraumplanung so weit kommen, dass wir das Ziel sehen. Das Gleiche wünsche ich mir für den Dorfplatz. Realistisch gesehen werden wir das wohl nicht erreichen. Wichtig ist aber, dass sich dieses Jahr ein Weg herauskristallisiert, der für Kölliken eine gute Lösung ist.