Unterkulm

Gemeinde Unterkulm rüstet sich für kommende Investitionen

Die Sanierung des Böhlerknotens wird voraussichtlich im Jahr 2020 realisiert.

Die Sanierung des Böhlerknotens wird voraussichtlich im Jahr 2020 realisiert.

Zum achten Mal in Folge schliesst die Rechnung der Einwohnergemeinde von Unterkulm im Plus. Das Vermögen lag Ende 2014 bei knapp 3 Millionen Franken und kann nun weiter aufgestockt werden.

Mit einem Ertragsüberschuss von knapp 800 000 Franken schliesst die Jahresrechnung 2014 der Einwohnergemeinde Unterkulm um fast 500 000 Franken besser ab als budgetiert. «Wir sind natürlich sehr erfreut, machen aber keine grossen Luftsprünge», sagt Gemeindeamman Roger Müller. Denn die nächsten grossen Investitionen warteten bereits.

Einschenken würden in den nächsten Jahren vor allem die Sanierung des Schulhauses Färberacker und das Projekt Eigentrassierung WSB/Sanierung Böhlerknoten. Eine Steuerfussreduktion sei deshalb kein Thema, so der Gemeindeammann.

Der Steuerfuss liegt in Unterkulm derzeit bei 118 Prozent. «Der Ertragsüberschuss hilft uns, diese künftigen Investitionen abfedern zu können», sagt Müller. Der positive Rechnungsabschluss könne auf der Ertragsseite auf die höheren Steuereinnahmen und beispielsweise auf Mehrerträge bei Gebühren von Betreibungsamt oder Bauverwaltung zurückgeführt werden.

Auch spielten für den positiven Rechnungsabschluss die Verzögerungen bei der Sanierung der Schulanlage Färberackereine Rolle, da die entsprechenden Investitionen trotz Kreditbewilligung noch nicht angefallen seien.

Das habe bewirkt, dass sich das Nettoguthaben von 739 Franken pro Einwohner im Jahr 2013 per Ende 2014 auf 993 Franken pro Einwohner erhöht habe, führt Müller weiter aus.

Die höhere Bautätigkeit und die gestiegenen Sozialhilfefälle hatten innerhalb der Verwaltung einen Mehraufwand zur Folge. So überstiegen die Ausgaben im Asylwesen den Budgetbetrag um 215 000 Franken.

Weiterer Mehraufwand war bei der Finanzierung der Restkosten bei den Pflegekosten zu verzeichnen. In der Abteilung Bildung führten die gegenüber dem Budget höher ausgefallenen Mieteinnahmen bei den Schulliegenschaften insgesamt zu einem geringeren Nettoaufwand.

Für den Unterhalt von Kantons- und Gemeindestrassen wurde weniger ausgegeben. Die Nettoinvestitionen betrugen 367 646 Franken und konnten mit dem erzielten Cashflow von 800 000, der frankengenaue Wert liegt bei 799 843 Franken, vollständig selbstfinanziert werden. Die Schuldenreduzierung beträgt somit 432 197 Franken.

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