Sagen die Burger Stimmberechtigten an der Gmeind von morgen Donnerstagabend Ja zum Budget 2018, stimmen sie faktisch einer Steuererhöhung um 3 Prozent zu. Eine Weitergabe der 3 Steuerprozente, die sich aufgrund der neuen Aufgabenverteilung mit dem Kanton ergeben, ist in der obersten Wynentaler Gemeinde «wegen der seit Jahren tiefen Steuerkraft pro Einwohner und der schwachen Belastbarkeitsquote», wie es in der Botschaft heisst, nicht möglich. Der Gemeinderat beantragt der Gmeind deshalb fürs kommende Jahr einen Voranschlag, der auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 122 Prozent basiert.

Neben dem Budget hat die Versammlung über einen Liegenschaftskauf zu befinden. Für 300'000 Franken will die Gemeinde die sogenannte Liegenschaft Rupp am Schlossgraben erwerben. Vorübergehend soll sie dafür genutzt werden, eine Familie aus dem Asylbereich unterzubringen. Denn wenn die kantonale Asylunterkunft im Spittel aufgrund der Zentralisierung Ende März aufgehoben wird, soll der lange geplante und bewilligte Verkauf des Spittels vollzogen werden. Längerfristig will sich die Gemeinde mit dem Kauf der Liegenschaft Rupp «im Hinblick auf die Zentrumsentwicklung den Rücken freihalten», wie Gemeindeschreiber Viktor Würgler sagt.

Ausserdem stimmt die Gmeind morgen über einen Verpflichtungskredit von 95 000 Franken für die Nachführung (Migration) des Leitungskatasters Wasser und Abwasser sowie über das Beitragsreglement für die familienergänzende Kinderbetreuung ab. (rap)