Unterkulm
Gefeiertes Heimspiel für junge Oberkulmer Künstlerin

Ein Adventskonzert mit bekannten und doch ein bisschen andern Weihnachtsmelodien konnten die Zuhörer am Sonntagabend in der reformierten Kirche Unterkulm geniessen. Rahel Meister sang Lieder mit einem deutlichen Jazz-Einschlag.

Sibylle Haltiner
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Die Oberkulmer Sängerin Rahel Meister begeisterte zusammen mit ihrer Band, hier René Kopetschny (links) und Timon Roth, mit Winter- und Weihnachtsliedern mit jazzigem Einschlag.

Die Oberkulmer Sängerin Rahel Meister begeisterte zusammen mit ihrer Band, hier René Kopetschny (links) und Timon Roth, mit Winter- und Weihnachtsliedern mit jazzigem Einschlag.

Der sanfte Swing gefiel dem Publikum im Verlaufe des Konzertes sichtlich immer besser und nach anfangs leicht verhaltenem Applaus steigerten sich Lautstärke und Dauer des Klatschens schnell zu begeisterten Beifallsbekundungen. Organisiert hatte dieses Konzert die Kulturregion Kukuk, der Oberkulm, Unterkulm und Teufenthal angehören.

Die Sängerin Rahel Meister ist in Oberkulm aufgewachsen und unterrichtet dort auch Gesang. Das Konzert in der Unterkulmer Kirche war daher sowohl ein Heimspiel wie auch ein Heimkommen für sie, denn schon früher hatte sie dort gesungen. «Die Vorbereitung auf dieses Konzert war sehr intensiv», erklärte die Sängerin nach ihrem Auftritt und fügte glücklich hinzu: «Es war sehr schön, wieder hier zu singen, ich habe mich sehr wohl gefühlt und es hat Spass gemacht.»

Spass hatten auch die Zuhörer. Sie kamen, wie im Programm angekündigt, in den Genuss von bekannten und unbekannten Songperlen aus Jazz und Pop. Ungewöhnlich war der Beginn des Konzertes, wo Rahel Meisters aussergewöhnliche Stimme besonders schön zum Ausdruck kam: Während das Publikum gespannt die Blicke nach vorne richtete und auf den Auftritt der Sängerin wartete, ertönte deren Stimme plötzlich von der Empore herab, kräftig und eindrücklich «The First Noël» intonierend.

Winterstimmungen

Danach wurde Rahel Meister von ihrer Band begleitet: René Kopetschny an Saxophon und Klarinette, Thomas Bloch Bonhoff am Piano und Timon Roth mit dem Kontrabass spielten auch mehrere rein instrumentale Stücke. Die Sängerin führte in jedes Lied mit einer kurzen Zusammenfassung des Textes ein oder erzählte von Kindheitserlebnissen mit Schlittenfahrten und Stürzen in den Schnee, mit welchen sie beispielsweise das Lied «Winter» verband.

Neben eindringlichen Balladen wie «The Nearness of you», «River» oder «I Know you by Heart» gefiel den Konzertbesuchern vor allem auch das witzige Duett «Baby, It’s Cold Outside» mit dem Pianisten Thomas Bloch Bonhoff. Der Applaus am Ende des gut eineinhalb Stunden dauernden Konzertes und die Begeisterung für die junge, einheimische Künstlerin waren riesig.

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