Gränichen
Gasthof «Bad zum Rössli» kommt unter den Hammer

Das Gränicher Gasthof Bad zum Rössli sollte nach den Plänen der MTA AG zu einer Altersresidenz mit elf Wohnungen um- und ausgebaut werden. Nun ist der Investor Konkurs gegangen.

Marcel Siegrist
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Das Gränicher Gasthof Bad zum Rössli.

Das Gränicher Gasthof Bad zum Rössli.

Marcel Siegrist

Aus dem Gasthof Bad zum Rössli in Gränichen sollte eine Altersresidenz mit einem vielseitigen Angebot rund um das Alter werden. Dies plante vor drei Jahren die Grundeigentümerin, die MTA AG. Diese Firma, mit heutigem Sitz in Rickenbach, hat mittlerweile Konkurs angemeldet. Das bedeutet das endgültige Aus für die geplante Gränicher Altersresidenz.

Am 26. Februar, 14 Uhr, wird der Gasthof an der Badstrasse
in Gränichen im 4. Stock des Oberentfelder Gemeindehauses durch das Konkursamt Aargau versteigert. Die konkursamtliche Schätzung der Liegenschaft beträgt 720'000 Franken.

Am Donnerstag, 28. Januar, 14 bis 14.30 Uhr, kann die Liegenschaft besichtigt werden. Im Anschluss an die Versteigerung (15 Uhr) kommt in Oberentfelden auch ein Wohnhaus an der Wynentalstrasse in Teufenthal unter den Hammer. Dieses ist ebenfalls im Besitz der MTA AG.

Baubewilligung bereits seit 2006

Grosses hatte die MTA AG in Gränichen vor: Elf komfortable und behindertengerechte 3-Zimmer-Alterswohnungen sollten entstehen. In einem Neubau mit Einstellhalle auf dem heutigen Parkplatz des Restaurants waren acht 3-Zimmer-Wohnungen auf zwei Stockwerken geplant.

Im bestehenden Restaurant, in dem heute eine Pizzeria beheimatet ist, sollten drei weitere Zimmer entstehen. Café-Bistro, Mahlzeiten- und Reinigungsdienst, Wäscheservice, Therapieräume, 24-Stunden-Notruf, Zusammenarbeit mit der Spitex... vieles war angekündigt. Eine entsprechende Baubewilligung für das auf 3,2 Mio. Franken veranschlagte Projekt erteilte die Abteilung Bau Planung Umwelt Gränichen im Herbst 2006.

Es wurde still um das Projekt

Im März 2007 sollte mit dem Bau der Altersresidenz begonnen werden, so kündigten es die Investoren zumindest an. Doch nichts passierte. Im August 2007 hatte der Geschäftsführer der MTA AG auf Anfrage dieser Zeitung noch vollmundig versprochen: «Die Alterswohnungen in Gränichen werden gebaut. Wir haben andere Sachen vorgezogen, deshalb die Verzögerung.»

Dann wurde es ruhig, sehr ruhig um das ehrgeizige Bauvorhaben. An die Realisierung der Altersresidenz glaubte der Gränicher Bauverwalter Franz von Matt bereits vor zwei Jahren nicht mehr, als er von der Bauherrschaft monatelang nichts mehr hörte – wie sich nun zeigt hatte von Matt recht.

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